Synergien bei Asthma und Diabetes

Asthma und Diabetes gemeinsam denken

Kongress der European Respiratory Society 2026
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Stand: 
|Lesezeit: 3 Min
Sowohl Diabetes als auch entsprechende Medikamente können das Asthmarisiko erhöhen.

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel bei Erwachsenen geht mit einem gesteigerten Risiko für Asthma einher. Welche Mechanismen genau dahinterstecken, ist nicht vollständig geklärt. Doch klinische Implikationen liegen auf der Hand.

Die Assoziation von Hyperglykämie bzw. Diabetes mit einem erhöhten Asthmarisiko besteht unabhängig von anderen metabolischen Risikofaktoren, berichtete Prof. Dr. ­Mario ­Cazzola, Pneumologe an der Tor-Vergata-Universität Rom. In der prospektiven Kohortenstudie HUNT ergab sich bei Hyperglykämie je nach Modellberechnung eine Risikoerhöhung für Asthma von 43 % bis 63 %. Das sei nicht überraschend, meinte der Experte. Denn hohe Glukosekonzentrationen führen in vitro in isolierten humanen Bronchialzellen zu einer Hyperreagibilität. Klinisch scheint die Insulinresistenz die Verbindung zwischen Typ-2-Diabetes und einer beeinträchtigten Lungenfunktion darzustellen. Dabei ist die Insulinresistenz bei Erwachsenen sogar stärker mit dem Asthmarisiko als mit Adipositas assoziiert. Noch unklar bleibt allerdings, ob sie eher als eine Ursache für das Asthma oder als Konsequenz aus der Atemwegsinflammation anzusehen ist.

Wie beeinflussen Asthmatherapien den Glukosestoffwechsel?

Doch nicht nur die Erkrankungen selbst, sondern auch die entsprechenden Therapeutika können sich wechselseitig beeinflussen. Bekannt ist das hohe Diabetesrisiko durch orale Kortikosteroide (OCS), die beim Asthma häufig eingesetzt werden. Wegen dieser und anderer unerwünschter Effekte sind stets OCS-sparende Strategien anzustreben. Unter den inhalativen Kortikosteroiden gilt Budesonid als metabolisch neutral.

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