Bei der reisemedizinischen Beratung an Standardimpfungen denken
Nur 43 % der Jugendlichen und 34 % der Senioren verfügen über den empfohlenen Impfschutz. Die reisemedizinische Beratung ist eine nahezu ideale Gelegenheit, den Impfschutz aufzufrischen und auch Standardimpfungen zu geben.
Die reisemedizinische Beratung bietet eine gute Gelegenheit, Impflücken zu schließen. Darauf weist die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin (DFR) hin.
Laut RKI-Daten haben nur 43 % der Jugendlichen bis 15 Jahre die empfohlenen Auffrischungen gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis erhalten. Bei Erwachsenen ab 60 Jahren liegt die Influenzaimpfquote mit 34 % auf dem niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Gegen Herpes zoster sind in dieser Altersgruppe lediglich 24 % geimpft.
Die DFR empfiehlt, jeden Kontakt mit Reisewilligen zu nutzen, um Standardimpfungen zu aktualisieren. Idealerweise sollte die Beratung sechs bis acht Wochen vor Antritt der Reise erfolgen, die Immunisierung selbst mindestens zwei Wochen vorher abgeschlossen sein. Totvakzine können ohne Mindestabstand kombiniert werden. Lebendimpfstoffe dürfen simultan verabreicht werden, andernfalls ist ein Abstand von vier Wochen einzuhalten.
Pressemitteilung – Deutsche Fachgesellschaft Reisemedizin