Mundgesundheit und Endoprothetik
In dieser Folge von „Medizin trifft Zahnmedizin“ sprechen Günter Nuber und Prof. Dirk Ziebolz mit Dr. Christina Pempe über den engen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Endoprothetik.
Endoprothetik ist vor allem bei älteren Patientinnen und Patienten relevant: In Deutschland werden jährlich hunderttausende Hüft- und Knieeingriffe durchgeführt. Diskutiert wird, warum Infektionen eine zentrale Rolle spielen: Frühinfektionen stehen eher mit Kontaminationen während der OP in Verbindung, Spätinfektionen können hämatogen entstehen. Aus zahnmedizinischer Perspektive werden insbesondere Parodontitis (chronische Entzündung des Zahnhalteapparats) sowie akute Entzündungen durch kariöse Läsionen oder Wurzelspitzen betrachtet. Wichtig ist aber: Trotz hoher Prävalenz auffälliger Zahnbefunde ist die Rate periprothetischer Infektionen vergleichsweise niedriger — daher spricht alles für ein multifaktorielles Geschehen und gezielte Risikokonstellationen. Dr. Pempe erklärt, wie an der UKL über einen standardisierten Fragebogen eine präoperative zahnmedizinische Abklärung angestoßen wird, um Infektionsquellen vorher zu behandeln. Außerdem geht es um die kontroverse Antibiotikaprophylaxe bei zahnärztlichen Eingriffen und um die Frage, ob verpflichtende Screeningprogramme sinnvoll wären.
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