Pertussis – keine Kinderkrankheit und besonders bei Vorerkrankungen steigt das Risiko
Erwachsene stellen bei Pertussis einen wesentlichen Anteil des Infektionsgeschehens dar. In der aktuellen Folge der Podcast-Serie „O-Ton Allgemeinmedizin Extra“ betont der Pneumologe Dr. Justus de Zeeuw, Köln, deshalb, dass eine Auffrischung der Pertussis-Impfung bei Erwachsenen das Risiko von Keuchhusten für Neugeborene senkt und deshalb eine gute Ergänzung der maternalen Immunisierung ist.
Pertussis ist keine Kinderkrankheit
Neugeborene und Säuglinge werden primär durch ungeimpfte Personen in ihrem Umfeld infiziert – darunter Geschwister, Väter und Großeltern. Über 90% der betroffenen Säuglinge unter drei Monaten müssen stationär behandelt werden. Aber auch für Erwachsene – insbesondere jene mit chronischen Atemwegserkrankungen – kann Keuchhusten mit einer erhöhten Krankheitslast und Exazerbationen einhergehen.
Die Empfehlungen der STIKO
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die STIKO Schwangeren die Impfung gegen Keuchhusten in jeder Schwangerschaft, um dem Neugeborenen einen passiven Schutz zu geben. Darüber hinaus sollten enge Kontaktpersonen des Neugeborenen, deren letzte Pertussis-Impfung über 10 Jahre zurückliegt, sich spätestens 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin impfen lassen. Für alle anderen Personen ab 18 Jahren gilt: eine einmalige Auffrischimpfung gegen Pertussis mit der mit nächsten Diphtherie-Tetanus-Impfung.
Diese Podcast-Episode ist mit freundlicher Unterstützung von GSK entstanden.
Sascha Schiffbauer
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