O-Ton Allgemeinmedizin, Folge 26

Somatoforme Störungen

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Ungefähr jeder dritte Patient, der mit diffusen Beschwerden zum Hausarzt kommt, hat keine körperliche Erkrankung: Seine Beschwerden sind somatoform.

Entgegen einem hartnäckigen Vorurteil bedeutet das nicht, dass die Symptome eingebildet oder simuliert wären, erklärt der Psychiater und Psychotherapeut Dr. Thorsten Bracher in dieser Folge O-Ton Allgemeinmedizin. Die Symptome sind real, lassen sich aber nicht organisch erklären. Häufig haben die Betroffenen einen langen Leidensweg hinter sich – inklusive vieler, teils auch unnötiger Untersuchungen. Liegt der Verdacht auf eine somatoforme Störung nahe, gilt es, sich gemeinsam mit dem Patienten an das Thema heranzutasten. Wenn die Symptome seelisch zumindest mitverursacht sind, hilft vielen Betroffenen eine Psychotherapie. Im ersten Schritt sind oft auch eine Physiotherapie, mehr sportliche und soziale Aktivitäten sowie Entspannungsverfahren förderlich.

Weiterführende Links:

„Wenn die Psyche den Körper krankmacht“ – Interview mit Dr. Bracher auf dem Blog der Vitos-Kliniken

S3-Leitlinie „Funktionelle Körperbeschwerden“

Dr. Joachim Retzbach

Dr. Joachim Retzbach

Redakteur Medical Tribune

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