Vorsicht mit Fillern im Gesicht
Ästhetische Filler können ein Gesicht jünger wirken lassen. Sie erfreuen sich deshalb in der ästhetischen Medizin zunehmender Beliebtheit. Die Injektion von Hyaluronsäure und Co. in hochkomplexe Gewebe birgt aber vielfältige Gefahren bis hin zur Erblindung, die nicht immer vorhersehbar sind. Gute Kenntnisse über die Wirkweise der Filler, die individuelle Anatomie sowie das Notfallmanagement sind für eine sichere Anwendung essentiell.
Der Boom der Fillertherapie begann in den 90er-Jahren mit der Hyaluronsäure, die auch heute noch die beliebteste Substanz zum Volumenaufbau ist, schreiben PD Dr. Chrisanthi Karapantzou und Prof. Dr. Martin Canis, HNO-Universitätsklinik LMU, München. Im Jahr 2022 wurden weltweit über 4,3 Millionen Fillerbehandlungen vorgenommen und diese Zahl wächst jährlich um 10 %. Häufige Indikationen sind das altersbedingte Absinken des Gewebes im Bereich der Wangen mit Marionettenfalten und Konturverlusten an Kinn und Hals. Auch die Behandlungen von Tränensäcken und Lippenvolumenkorrekturen sind sehr beliebt. Filler können darüber hinaus für Geweberekonstruktionen nach traumatisch oder operativ bedingten Weichteilverlusten, zur Nivellierung von Aknenarben oder kleineren Korrekturen („liquid rhinoplasty“) genutzt werden.
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