Nüsse senken Aktivität bei Pemphigus vulgaris
Ein hoher Nusskonsum könnte die Krankheitsaktivität beim Pemphigus vulgaris deutlich reduzieren. Laut einer Studie aus Teheran hatten Betroffene mit regelmäßigem Nussverzehr ein um 92 % geringeres Risiko für schwere Verläufe.
Menschen mit einem Pemphigus vulgaris können durch ihre Ernährung die Schwere der blasenbildenden Autoimmundermatose beeinflussen: Ein starker Konsum von Nüssen reduziert möglicherweise die Krankheitsaktivität, wie ein Forscherteam um Maryam Fallah, Universität Teheran, berichtet. Nüsse sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Polyphenolen und ungesättigten Fettsäuren. Ihnen werden insbesondere antientzündliche Eigenschaften zugeschrieben. Einige Bestandteile wie Gerbsäure (Tannin) stehen jedoch im Verdacht, einen Pemphigus vulgaris ungünstig zu beeinflussen.
Um zu klären, welche Auswirkungen der Nussverzehr auf das Hautleiden hat, befragten die Forschenden 138 Erwachsene mit Pemphigus vulgaris zu ihrem Ernährungsverhalten im vergangenen Jahr. Dabei erhoben sie mithilfe eines validierten Fragebogens u. a. den Verzehr von Hasel- und Walnüssen, Mandeln, Pistazien und Erdnüssen. Die Pemphigus-Krankheitsaktivität an der Haut, der Kopfhaut und den Schleimhäuten bildeten sie mithilfe des Pemphigus Disease Area Index (PDAI) ab.
Die Nussart hatte auf denEffekt keinen Einfluss
Der Gesamt-Nussverzehr korrelierte signifikant mit der Krankheitsschwere: Bei Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Energiezufuhr, Schulbildung, körperlicher Aktivität, Rauchen und der Anwendung von Kortikosteroiden hatten die Personen mit hohem im Vergleich zu den Personen mit niedrigem Nusskonsum ein um 92 % geringeres Risiko für eine starke Krankheitsaktivität (Odds Ratio, OR, 0,08).
Ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Verzehrmenge der einzelnen Nussarten und der Krankheitsaktivität bestand dagegen nicht. Prospektive Kohortenstudien müssen diese Beobachtungen nun überprüfen, betonen die Forschenden abschließend.
Fallah M et al. BMJ Nutrition, Prevention & Health 2026; doi:10.1136/bmjnph-2025-001368