Arzt mit Haltung und Herz
Arzt mit Haltung und Herz
Über vierzig Jahre lang hat sich Professor Dr. Thomas Haak um Klinik, Wissenschaft und Patientenkommunikation in der Diabetologie verdient gemacht – und ist nach wie vor aktiv. Für sein Lebenswerk wurde Prof. Haak von der Deutschen Diabetes Gesellschaft mit der Hellmut-Otto-Medaille geehrt.
Wie viele Menschen mit Diabetes mellitus er im Laufe seiner beruflichen Laufbahn begleitet hat, weiß er nicht ganz genau. Es waren aber sicher mehr als 100.000, so seine Vermutung. Fakt ist, dass sich Prof. Haak seit mehr als vier Jahrzehnten unermüdlich, mit großem menschlichem Engagement und hohem Fachwissen dafür einsetzt, Menschen mit Diabetes mit Unterstützung kompetenter Fachkräfte Lebensfreude und Lebensqualität wiederzugeben. Dass dies erstaunlich gut gelingen konnte, hat ihn stets aufs Neue fasziniert. „Ich habe mich immer gefühlt wie ein Dirigent, der stolz darauf war, dass er die besten Musiker im Orchester hat“, konstatiert Prof. Haak in aller Bescheidenheit mit Rückblick auf sein Lebenswerk.
Prof. Haak, ehemaliger Chefarzt des Diabetes Zentrums Mergentheim und Mitgründer von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, hat jedoch nicht nur unzählige Menschen mit Diabetes mellitus begleitet und ihre Versorgung entscheidend mitgestaltet, sondern die Diabetesmedizin sowie die stationäre Versorgung in spezialisierten Einrichtungen wie der Diabetesfachklinik Bad Mergentheim nachhaltig geprägt – wissenschaftlich, klinisch und menschlich. Für sein Engagement verlieh ihm die DDG nun während des Diabetes Kongresses 2026 die Hellmut-Otto-Medaille.
Das Ziel: gemeinsam passende Lösungen finden
Prof. Haaks beruflicher Alltag war geprägt vom Leitsatz, laienverständlich, praxisnah und modern zu sein, ohne den Blick für die Lebensrealität von Menschen mit Diabetes zu verlieren. Wichtig war ihm dabei stets die enge Zusammenarbeit mit Patientinnen, Ärztinnen, Diabetesberaterinnen, Wissenschaftlerinnen und Organisationen in der Diabetologie, um gemeinsam passende Lösungen zu finden und Prävention und Behandlung so zu optimieren.
„Ich liebe die Gespräche mit den Patienten und Patientinnen und den Team-Spirit, ohne den es in der Diabetologie nicht geht“, so der 67-Jährige. „Wir Behandler sind Spezialisten auf dem Gebiet des Diabetes, aber Menschen mit Diabetes sind Spezialisten auf dem Gebiet ihres Lebens. Nur im Team werden wir Therapien gestalten, die funktionieren.“
Der gebürtige Wiesbadener studierte Humanmedizin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Es folgten die Facharztausbildung für Innere Medizin sowie die Weiterbildung als Diabetologe DDG und Endokrinologe. Nach Erhalt seiner Habilitation arbeitete Prof. Haak vier Jahre lang als Oberarzt am Diabetes-Schulungszentrum und der Diabetes-Fußambulanz des Universitätsklinikums Frankfurt, bevor er im März 2000 Chefarzt an der Diabetes Klinik am Diabetes Zentrum Mergentheim wurde – und es bis 2025 blieb.
Im Oktober 2001 erhielt er in Frankfurt eine Professur im Fach Innere Medizin. Sieben Jahre später gründete er diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe mit und prägt nach wie vor als ehrenamtliches Vorstandsmitglied und Finanzvorstand die Entwicklung der gemeinnützigen Gesundheitsorganisation. Auch im Vorstand der DDG brachte sich Prof. Haak aktiv ein, darunter zwei Jahre lang als Präsident der Fachgesellschaft, später auch als Präsident des Diabetes Kongresses und der Diabetes Herbsttagung. An der Entstehung vieler evidenzbasierter Leitlinien war und ist er beteiligt.
Im Ruhestand – aber sein Fachwissen ist weiterhin gefragt
In Bad Mergentheim setzte sich Prof. Haak für multiprofessionelle, evidenzbasierte und individuelle Therapieansätze ein, mit einem besonderen Augenmerk auf Schulung, Alltagstauglichkeit und psychosoziale Aspekte. Unter seiner Führung entwickelte sich die Fachklinik zu einer der größten und renommiertesten Einrichtungen für Diabetes in Deutschland. Jährlich werden hier rund 4.300 Menschen behandelt. Die angeschlossene Forschungseinrichtung der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) entwickelte unter Prof. Haaks Mitwirkung zertifizierte Schulungsprogramme wie MEDIAS 2, PRIMAS und HyPOS, die bundesweit zum Einsatz kommen.
Prof. Haak moderiert zudem Podcast-Folgen, Erklärvideos und Formate wie „Weltdiabetestag – Das Magazin“, war und ist gefragter Interviewpartner, medizinischer Ratgeber bei Kooperationsprojekten und übernahm bei Benefizspielen sogar die Rolle des Mannschaftsarztes des FC Diabetologie.
Mitte 2025 übergab er in Bad Mergentheim den Staffelstab an seinen Nachfolger. Ganz zurückgezogen hat er sich nach seinem Eintritt in den Ruhestand allerdings nicht. Noch immer ist der 67-Jährige als Moderator, Gestalter und Mutmacher in der Diabetologie aktiv und stellt Organisationen und Einrichtungen sein Fachwissen zur Verfügung, unter anderem als Experte für die Prävention metabolischer Erkrankungen an der Hufeland Klinik Bad Mergentheim.
Mehr über und von Professor Thomas Haak
Zweimal war Prof. Haak schon in O-Ton Diabetologie zu Gast. Gesprochen hat er über Sexualstörungen (Folge 46) und die Aufgaben einer Diabetesklinik (Folge 39). Auch im Diabetes-Anker-Podcast ist Prof. Haak – nach wie vor Diabetes-Anker-Chefredakteur – zu hören: zum Thema Doppel-Diabetes sowie um Thema Suchterkrankungen bei Diabetes.
Mehr Interessantes über Prof. Haaks Werdegang, seine Philosophie und sein großes Engagement lesen Sie in einem Beitrag auf der DDG-Website.
Petra Spielberg
Über vierzig Jahre lang hat sich Professor Dr. Thomas Haak um Klinik, Wissenschaft und Patientenkommunikation in der Diabetologie verdient gemacht – und ist nach wie vor aktiv. Für sein Lebenswerk wurde Prof. Haak von der Deutschen Diabetes Gesellschaft mit der Hellmut-Otto-Medaille geehrt.
Wie viele Menschen mit Diabetes mellitus er im Laufe seiner beruflichen Laufbahn begleitet hat, weiß er nicht ganz genau. Es waren aber sicher mehr als 100.000, so seine Vermutung. Fakt ist, dass sich Prof. Haak seit mehr als vier Jahrzehnten unermüdlich, mit großem menschlichem Engagement und hohem Fachwissen dafür einsetzt, Menschen mit Diabetes mit Unterstützung kompetenter Fachkräfte Lebensfreude und Lebensqualität wiederzugeben. Dass dies erstaunlich gut gelingen konnte, hat ihn stets aufs Neue fasziniert. „Ich habe mich immer gefühlt wie ein Dirigent, der stolz darauf war, dass er die besten Musiker im Orchester hat“, konstatiert Prof. Haak in aller Bescheidenheit mit Rückblick auf sein Lebenswerk.
Prof. Haak, ehemaliger Chefarzt des Diabetes Zentrums Mergentheim und Mitgründer von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, hat jedoch nicht nur unzählige Menschen mit Diabetes mellitus begleitet und ihre Versorgung entscheidend mitgestaltet, sondern die Diabetesmedizin sowie die stationäre Versorgung in spezialisierten Einrichtungen wie der Diabetesfachklinik Bad Mergentheim nachhaltig geprägt – wissenschaftlich, klinisch und menschlich. Für sein Engagement verlieh ihm die DDG nun während des Diabetes Kongresses 2026 die Hellmut-Otto-Medaille.
Das Ziel: gemeinsam passende Lösungen finden
Prof. Haaks beruflicher Alltag war geprägt vom Leitsatz, laienverständlich, praxisnah und modern zu sein, ohne den Blick für die Lebensrealität von Menschen mit Diabetes zu verlieren. Wichtig war ihm dabei stets die enge Zusammenarbeit mit Patientinnen, Ärztinnen, Diabetesberaterinnen, Wissenschaftlerinnen und Organisationen in der Diabetologie, um gemeinsam passende Lösungen zu finden und Prävention und Behandlung so zu optimieren.
„Ich liebe die Gespräche mit den Patienten und Patientinnen und den Team-Spirit, ohne den es in der Diabetologie nicht geht“, so der 67-Jährige. „Wir Behandler sind Spezialisten auf dem Gebiet des Diabetes, aber Menschen mit Diabetes sind Spezialisten auf dem Gebiet ihres Lebens. Nur im Team werden wir Therapien gestalten, die funktionieren.“
Der gebürtige Wiesbadener studierte Humanmedizin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Es folgten die Facharztausbildung für Innere Medizin sowie die Weiterbildung als Diabetologe DDG und Endokrinologe. Nach Erhalt seiner Habilitation arbeitete Prof. Haak vier Jahre lang als Oberarzt am Diabetes-Schulungszentrum und der Diabetes-Fußambulanz des Universitätsklinikums Frankfurt, bevor er im März 2000 Chefarzt an der Diabetes Klinik am Diabetes Zentrum Mergentheim wurde – und es bis 2025 blieb.
Im Oktober 2001 erhielt er in Frankfurt eine Professur im Fach Innere Medizin. Sieben Jahre später gründete er diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe mit und prägt nach wie vor als ehrenamtliches Vorstandsmitglied und Finanzvorstand die Entwicklung der gemeinnützigen Gesundheitsorganisation. Auch im Vorstand der DDG brachte sich Prof. Haak aktiv ein, darunter zwei Jahre lang als Präsident der Fachgesellschaft, später auch als Präsident des Diabetes Kongresses und der Diabetes Herbsttagung. An der Entstehung vieler evidenzbasierter Leitlinien war und ist er beteiligt.
Im Ruhestand – aber sein Fachwissen ist weiterhin gefragt
In Bad Mergentheim setzte sich Prof. Haak für multiprofessionelle, evidenzbasierte und individuelle Therapieansätze ein, mit einem besonderen Augenmerk auf Schulung, Alltagstauglichkeit und psychosoziale Aspekte. Unter seiner Führung entwickelte sich die Fachklinik zu einer der größten und renommiertesten Einrichtungen für Diabetes in Deutschland. Jährlich werden hier rund 4.300 Menschen behandelt. Die angeschlossene Forschungseinrichtung der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) entwickelte unter Prof. Haaks Mitwirkung zertifizierte Schulungsprogramme wie MEDIAS 2, PRIMAS und HyPOS, die bundesweit zum Einsatz kommen.
Prof. Haak moderiert zudem Podcast-Folgen, Erklärvideos und Formate wie „Weltdiabetestag – Das Magazin“, war und ist gefragter Interviewpartner, medizinischer Ratgeber bei Kooperationsprojekten und übernahm bei Benefizspielen sogar die Rolle des Mannschaftsarztes des FC Diabetologie.
Mitte 2025 übergab er in Bad Mergentheim den Staffelstab an seinen Nachfolger. Ganz zurückgezogen hat er sich nach seinem Eintritt in den Ruhestand allerdings nicht. Noch immer ist der 67-Jährige als Moderator, Gestalter und Mutmacher in der Diabetologie aktiv und stellt Organisationen und Einrichtungen sein Fachwissen zur Verfügung, unter anderem als Experte für die Prävention metabolischer Erkrankungen an der Hufeland Klinik Bad Mergentheim.
Mehr über und von Professor Thomas Haak
Zweimal war Prof. Haak schon in O-Ton Diabetologie zu Gast. Gesprochen hat er über Sexualstörungen (Folge 46) und die Aufgaben einer Diabetesklinik (Folge 39). Auch im Diabetes-Anker-Podcast ist Prof. Haak – nach wie vor Diabetes-Anker-Chefredakteur – zu hören: zum Thema Doppel-Diabetes sowie um Thema Suchterkrankungen bei Diabetes.
Mehr Interessantes über Prof. Haaks Werdegang, seine Philosophie und sein großes Engagement lesen Sie in einem Beitrag auf der DDG-Website.
Petra Spielberg
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