Drei Wochen mit der Chance auf positive Veränderung
Drei Wochen mit der Chance auf positive Veränderung
Bei Menschen mit Diabetes mellitus kann eine medizinische Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) dazu beitragen, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen. Deshalb sollte sie als Bestandteil des Gesamtbehandlungs- und -versorgungskonzepts gedacht werden.
Eine Rehabilitation kommt insbesondere bei instabiler Stoffwechsellage oder schwer beeinflussbaren Hyperglykämien trotz adäquater Behandlung infrage. Weitere Indikationen sind ein unzureichendes Diabetesmanagement mit Anwendungsfehlern oder Adhärenzproblemen, Unsicherheiten im Umgang mit neuer Diabetestechnik wie Insulinpumpen oder Glukosesensoren sowie berufliche Belastungen, die die Stoffwechseleinstellung verschlechtern oder zu einer erhöhten Selbst- oder Fremdgefährdung führen können. Auch somatische und psychische Folge- oder Begleiterkrankungen können eine Rehabilitation erforderlich machen.
Die Therapie wird individuell geplant und gemeinsam mit den Rehabilitand*innen durch ein interdisziplinäres Team umgesetzt. Wichtige Bestandteile sind Bewegungs- und Ernährungstherapie, psychologische und soziale Unterstützung sowie strukturierte Schulungsprogramme. Die zeitweise Herauslösung aus dem Alltag ermöglicht es den Betroffenen, sich auf die Krankheitsbewältigung und die Verbesserung ihres Diabetesmanagements zu konzentrieren; der Austausch mit anderen Betroffenen und eine geregelte Tagesstruktur unterstützen diesen Prozess zusätzlich.
Kontinuierliche ärztliche und fachdiabetologische Betreuung
Durch die kontinuierliche ärztliche und fachdiabetologische Betreuung können medikamentöse Therapien sowie technische Systeme wie Pumpen oder Sensoren unter engmaschigem Monitoring angepasst oder neu eingestellt werden. Ziel ist es, die Stoffwechseleinstellung zu verbessern, die Gesundheitskompetenz zu stärken und Folgekomplikationen vorzubeugen.
Eine Rehabilitation dauert in der Regel drei Wochen und erfolgt stationär oder ganztägig ambulant. In Deutschland gibt es mehrere von der DDG zertifizierte Reha-Einrichtungen mit diabetologischem Schwerpunkt, darunter fünf zertifizierte Diabetes Exzellenzzentren DDG und sieben zertifizierte Diabeteszentren DDG für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes, dabei drei Fachkliniken für Kinder und Jugendliche. Sie bieten eine leitliniengerechte, multidisziplinäre Versorgung mit Fokus auf Stoffwechseloptimierung und nachhaltiges Diabetesmanagement.
Klinik finden, Antrag stellen, Informationen einholen
Eine geeignete Klinik finden Betroffene im Internet unter meine-rehabilitation.de.
Der Reha-Antrag kann über deutsche-rentenversicherung.de heruntergeladen oder unter eservice-drv.de direkt online gestellt werden. Erforderlich ist eine aktuelle medizinische Unterlage, beispielsweise ein ärztlicher Befundbericht, ein fachärztliches Gutachten oder ein Krankenhausbericht.
Weitere Informationen bietet die kostenfreie Broschüre „Medizinische Rehabilitation: Wie sie Ihnen hilft“ auf deutsche-rentenversicherung.de.
Dr. Beatrix Böllhoff
Bei Menschen mit Diabetes mellitus kann eine medizinische Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) dazu beitragen, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen. Deshalb sollte sie als Bestandteil des Gesamtbehandlungs- und -versorgungskonzepts gedacht werden.
Eine Rehabilitation kommt insbesondere bei instabiler Stoffwechsellage oder schwer beeinflussbaren Hyperglykämien trotz adäquater Behandlung infrage. Weitere Indikationen sind ein unzureichendes Diabetesmanagement mit Anwendungsfehlern oder Adhärenzproblemen, Unsicherheiten im Umgang mit neuer Diabetestechnik wie Insulinpumpen oder Glukosesensoren sowie berufliche Belastungen, die die Stoffwechseleinstellung verschlechtern oder zu einer erhöhten Selbst- oder Fremdgefährdung führen können. Auch somatische und psychische Folge- oder Begleiterkrankungen können eine Rehabilitation erforderlich machen.
Die Therapie wird individuell geplant und gemeinsam mit den Rehabilitand*innen durch ein interdisziplinäres Team umgesetzt. Wichtige Bestandteile sind Bewegungs- und Ernährungstherapie, psychologische und soziale Unterstützung sowie strukturierte Schulungsprogramme. Die zeitweise Herauslösung aus dem Alltag ermöglicht es den Betroffenen, sich auf die Krankheitsbewältigung und die Verbesserung ihres Diabetesmanagements zu konzentrieren; der Austausch mit anderen Betroffenen und eine geregelte Tagesstruktur unterstützen diesen Prozess zusätzlich.
Kontinuierliche ärztliche und fachdiabetologische Betreuung
Durch die kontinuierliche ärztliche und fachdiabetologische Betreuung können medikamentöse Therapien sowie technische Systeme wie Pumpen oder Sensoren unter engmaschigem Monitoring angepasst oder neu eingestellt werden. Ziel ist es, die Stoffwechseleinstellung zu verbessern, die Gesundheitskompetenz zu stärken und Folgekomplikationen vorzubeugen.
Eine Rehabilitation dauert in der Regel drei Wochen und erfolgt stationär oder ganztägig ambulant. In Deutschland gibt es mehrere von der DDG zertifizierte Reha-Einrichtungen mit diabetologischem Schwerpunkt, darunter fünf zertifizierte Diabetes Exzellenzzentren DDG und sieben zertifizierte Diabeteszentren DDG für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes, dabei drei Fachkliniken für Kinder und Jugendliche. Sie bieten eine leitliniengerechte, multidisziplinäre Versorgung mit Fokus auf Stoffwechseloptimierung und nachhaltiges Diabetesmanagement.
Klinik finden, Antrag stellen, Informationen einholen
Eine geeignete Klinik finden Betroffene im Internet unter meine-rehabilitation.de.
Der Reha-Antrag kann über deutsche-rentenversicherung.de heruntergeladen oder unter eservice-drv.de direkt online gestellt werden. Erforderlich ist eine aktuelle medizinische Unterlage, beispielsweise ein ärztlicher Befundbericht, ein fachärztliches Gutachten oder ein Krankenhausbericht.
Weitere Informationen bietet die kostenfreie Broschüre „Medizinische Rehabilitation: Wie sie Ihnen hilft“ auf deutsche-rentenversicherung.de.
Dr. Beatrix Böllhoff
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