Saubere Luft

Saubere Luft fördert Eigenständigkeit im Alter

Stand: 
|
Ursprünglich veröffentlicht am
|Lesezeit: 1 Min

Die Reduzierung von Schadstoffen in der Luft macht sich in vielerlei Hinsicht bezahlt. Jetzt hat ein US-Team einen weiteren Faktor entdeckt, für den es sich lohnt: die Selbständigkeit älterer Menschen.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen, die in Gegenden mit hoher Luftverschmutzung leben, dies im Alter mit ihrer Selbstständigkeit bezahlen müssen. Deutlich wurde dieser Zusammenhang in einer US-amerikanischen Kohortenstudie mit 25.314 Teilnehmenden im Alter von mindestens 50 Jahren. Während des durchschnittlich 10-jährigen Follow-ups erlebten 39 % einen Verlust ihrer Selbstständigkeit. Das bedeutete, sie mussten für mindestens eine tägliche Aktion aufgrund von physischen oder kognitiven Problemen Hilfe in Anspruch nehmen oder in ein Pflegeheim umziehen.

Das Risiko, auf Hilfe angewiesen zu sein, vergrößerte sich mit der langfristigen Belastung durch lungengängigen Feinstaub (PM2,5) – insbesondere, wenn er aus Verkehrsemissionen stammte – und Stickstoffdioxid. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Reduzierung der Schadstoffe und der daraus entstehenden Gesundheitsbelastung älteren Menschen dabei helfen könnte, länger eigenständig zu leben, schließt das Autorenteam. 

Quelle: Zhang B et al. JAMA Netw Open 2024; 7: e2418460; doi: 10.1001/jamanetworkopen.2024.18460

Das könnte Sie auch interessieren

Rheuma: Mehr Schübe und Erkrankungen durch verschmutzte Luft und höhere Temperaturen
Klima macht Rheuma
Rheuma: Mehr Schübe und Erkrankungen durch verschmutzte Luft und höhere Temperaturen
Der Klimawandel stellt die größte Bedrohung für die globale Gesundheit im 21. Jahrhundert dar – so hat es eine Lancet-Kommission schon 2009 formuliert. Dabei kommen direkte und indirekte Effekte zum Tragen. Bezüglich rheumatischer Erkrankungen ist der Einfluss von Luftverschmutzung und Temperaturanstieg am besten untersucht, berichtete PD Dr. Dirk Holzinger vom Universitätsklinikum Essen.