Geriatrie
Geriatrie
Wenn Multimorbidität zur Regel wird
Die Grenzen zwischen gesundem Altern und Krankheit verschwimmen. In der Geriatrie zählt nicht die Einzeldiagnose, sondern das komplexe Wechselspiel multipler Erkrankungen – oft gepaart mit kognitiven Einbußen, Sarkopenie und erhöhter Sturzgefahr. Zentrale Krankheitsbilder umfassen Demenzen, Arthrose, Parkinson-Syndrome sowie kardiovaskuläre Leiden. Nicht selten kommen metabolische Entgleisungen und Elektrolytverschiebungen wie Hyponatriämie hinzu, die besonderer Abklärung bedürfen.
Das geriatrische Assessment ist der diagnostische Ankerpunkt. Es erfasst funktionelle, kognitive und soziale Dimensionen gleichermaßen. Therapeutisch steht der Erhalt von Mobilität und Selbstständigkeit im Vordergrund – oft durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapie, Ernährungsberatung und Sozialarbeit. Die Polypharmazie gilt als Risikofaktor Nummer eins. Regelmäßige Medikationsreviews sind Pflicht, nicht Kür.
Die Prävention gewinnt zunehmend an Bedeutung. Körperliche Aktivität kann etwa den altersbedingten Nierenfunktionsverlust verlangsamen, die Sturzprophylaxe reduziert das Risiko für Frakturen. Auch die Fahreignung älterer Patientinnen und Patienten verlangt ärztliche Aufmerksamkeit – Sicherheit geht vor falscher Rücksichtnahme. Gebrechlichkeit (Frailty) ist ein Warnsignal, das individualisierte Therapiekonzepte erfordert.
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Wenn Multimorbidität zur Regel wird
Die Grenzen zwischen gesundem Altern und Krankheit verschwimmen. In der Geriatrie zählt nicht die Einzeldiagnose, sondern das komplexe Wechselspiel multipler Erkrankungen – oft gepaart mit kognitiven Einbußen, Sarkopenie und erhöhter Sturzgefahr. Zentrale Krankheitsbilder umfassen Demenzen, Arthrose, Parkinson-Syndrome sowie kardiovaskuläre Leiden. Nicht selten kommen metabolische Entgleisungen und Elektrolytverschiebungen wie Hyponatriämie hinzu, die besonderer Abklärung bedürfen.