Delir

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Man unterscheidet das Alkoholdelir (Delirium tremens) von anderen deliranten Zuständen, die nicht durch Alkohol oder Drogen ausgelöst werden.

Das potenziell lebensbedrohliche Alkoholdelir ist ein Entzugsdelir bei Alkoholkrankheit mit psychotischer und neurovegetativer Symptomatik. 3 % der Bevölkerung sind alkoholkrank, 5 % (3–15 %) der Alkoholkranken erleiden Delirien. Das Alkoholdelir hat unbehandelt eine hohe Letalität von bis zu 15 %.

Der akute Verwirrtheitszustand wird synonym zum Begriff Delir verwandt und meint dabei vornehmlich delirante Zustände, die nicht durch Alkohol oder Drogen ausgelöst werden. Er tritt sehr häufig postoperativ (bei bis zu 30 % der Patienten auf Intensivstationen) und insbesondere bei älteren Menschen auf.

Alkoholdelir und akute Verwirrtheitszustände zählen zu den häufigsten Ursachen für eine Krankenhausaufnahme und verlängern die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus und auf Intensivstationen. Insbesondere bei älteren Patienten ist die Dauer des Delirs ein positiver Prädiktor für kognitive Langzeitschäden, weshalb die frühzeitige Erkennung und Behandlung des Delirs eine wesentliche prognostische Bedeutung hat.