Demenzen

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Der fortschreitende Verlust kognitiver Fähigkeiten und persönlicher Identität kennzeichnet die Alzheimer-Erkrankung.

Demenz ist ein Krankheitssyndrom mit Abbau des Gedächtnisses sowie anderer kognitiver, sozialer und emotionaler Fähigkeiten. Zugrunde liegt eine Erkrankung des Gehirns mit zunehmender Veränderung und Zerstörung von Nervenzellen.

Der fortschreitende Krankheitsprozess wirkt sich zuerst auf die höheren Hirnfunktionen aus. Beeinträchtigungen zeigen sich vor allem bei der Merkfähigkeit, dem Denk- und Problemlösevermögen, räumlich-konstruktiven Fähigkeiten einschließlich Orientierung, Sprache, Urteilungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit. Begleitend findet man häufig Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens und der Motivation. Nur bei einigen Formen ist auch die Persönlichkeit oder die Motorik betroffen. Das Bewusstsein ist dabei nicht getrübt.

Für die Diagnose einer Demenz nach ICD müssen die Symptome über mindestens 6 Monate bestanden haben. In Deutschland sind schätzungsweise mehr als 1,4 Millionen Menschen von einer Demenz betroffen. Das Syndrom nimmt mit dem Alter zu: In Deutschland sind von den 65- bis 69-Jährigen etwa 1,2 % betroffen, bei den 80- bis 84-Jährigen etwa 13,3 % und bei den über 90-Jährigen ca. 35 %. Somit ist die Demenz aber keine „normale“ Alterserscheinung Demenzerkrankte haben zusätzlich ein erhöhtes Morbiditätsrisiko für andere Erkrankungen und eine verkürzte Lebenserwartung.