Akuttherapie Schlaganfall

Gut abwägen zwischen Lyse und Thrombektomie

Gemeinsamer Jahreskongress DGGG1 und DGG2
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Stand: 
|Lesezeit: 4 Min
Auch Personen im Alter über 75 Jahren profitieren von rekanalisierenden Therapien wie Thrombektomien, etwa außerhalb des klassischen Fensters für eine Thrombolyse.

Von rekanalisierenden Therapien nach einem Schlaganfall profitieren auch ältere Menschen. Doch wie geht man vor, wenn es zu spät ist für eine Thrombolyse? Zwar kommt eine Thrombektomie prinzipiell infrage, doch kritisch wird es, wenn kleinere Gefäße betroffen sind.

Jährlich ereignen sich etwa 250.000 Schlaganfälle in Deutschland, davon ca. 50.000 Rezidive. 80 bis 85 % sind ischämisch bedingt, erklärte Prof. Dr. Waltraud Pfeilschifter, Klinik für Neurologie, Lüneburg. Das durchschnittliche Alter betrage nach einer internen Erhebung ihres Hauses 74 Jahre, mehr als die Hälfte der Betroffenen seien älter als 75 Jahre. Für die Akutphase stehen mit der Thrombolyse einerseits und der Thrombektomie andererseits hochwirksame rekanalisierende Therapien zur Verfügung.

Auch Ältere sollten nach einem Schlaganfall eine Lysetherapie erhalten

Die Thrombolyse wirkt umso besser, je eher man damit beginnt. Behandelt man die Betroffenen innerhalb von drei Stunden nach dem Ereignis, ist die Chance auf ein Weiterleben ohne Behinderung nahezu doppelt so hoch. Ältere Menschen profitieren ebenfalls, aber auf einem niedrigeren Niveau. Sofern keine Kontra­indikationen bestehen, sollten sie ebenfalls lysiert werden.

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