Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft

Paracetamol in der Schwangerschaft: Folgen für den Fetus?

Aus der Fachliteratur
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Die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft wirkt sich möglicherweise ungünstig auf die Ovar- und Uterusentwicklung weiblicher Feten aus.

Paracetamol in der Schwangerschaft könnte die Entwicklung von Ovarien und Uterus weiblicher Feten bremsen. Darauf deutet eine Studie aus Dänemark hin: exponierte Mädchen zeigten in der Minipubertät ein signifikant geringeres Ovar- und Uterusvolumen.

Die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft wirkt sich möglicherweise ungünstig auf die Ovar- und Uterusentwicklung weiblicher Feten aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein dänisches Forscherteam um Dr. Margit Fischer vom Rigshospitalet in Kopenhagen, das 302 weibliche Säuglinge während der sogenannten Minipubertät untersuchte. Ihre Mütter hatten während der Schwangerschaft im Rahmen der prospektiven COPANA-Studie alle zwei Wochen Angaben zur Anwendung von Paracetamol gemacht und Urinproben für entsprechende Analysen zur Verfügung gestellt.

Paracetamolexposition in der Fetalperiode könnte Entwicklung des Reproduktionssystems beeinträchtigen

Mehrere Untersuchungen an Tieren deuten unabhängig voneinander darauf hin, dass die Paracetamolexposition während der Fetalperiode die Entwicklung des weiblichen Reproduktionssystems beeinträchtigt, berichten die Forschenden. Das führt zu Fertilitätseinschränkungen und begünstigt einen vorzeitigen Östrogenmangel.

Signifikant geringeres Ovar- und Uterusvolumen bei paracetamolexponierten Mädchen

Die Daten aus Dänemark scheinen nun diese Beobachtungen beim Menschen zu bestätigen: Diejenigen Mädchen, deren Mütter vor der 17. Schwangerschaftswoche Paracetamol eingenommen hatten, wiesen im Alter von etwa drei Monaten im Vergleich zu nichtexponierten Mädchen sonografisch ein signifikant geringeres Ovar- und Uterusvolumen auf.

Zudem war die ovarielle Reserve deutlich geringer. So zeigten Messungen des Anti-Müller-Hormons bei Mädchen, die in einem späteren Gestationsalter exponiert gewesen waren, signifikant niedrigere Werte. Auch in einer weiteren unabhängigen Kohorte von 1.210 adoleszenten Mädchen bestand ein Zusammenhang zwischen einer pränatalen Paracetamolexposition und einer signifikant geringeren Ovar- und Uterusgröße während der Pubertät.

Die langfristigen Konsequenzen dieser Beobachtungen, beispielsweise im Hinblick auf die Länge der fertilen Lebensphase, sind noch unklar, unterstreicht das Team abschließend. Diesbezüglich bestehe weiterer Forschungsbedarf.

Fischer MB et al. Hum Reprod Open 2026; doi: 10.1093/hropen/hoag073

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