Kopf-Hals-Karzinom: Artikulationsprobleme schon vor der Therapie
42 %25 der Patienten mit Kopf-Hals-Karzinom haben bereits bei der Erstdiagnose Schwierigkeiten, sich sprachlich adäquat zu äußern.
Artikulationsprobleme schränken nicht nur die Lebensqualität der Krebskranken ein, sondern hindern sie auch daran, sich mit anderen auszutauschen. Im Falle der Arzt-Patienten-Kommunikation kann sich das vermutlich auch auf das Therapieergebnis auswirken.
Eine Kohortenstudie mit 254 Patienten zeigte anhand von objektiven Untersuchungen vor Therapiebeginn, dass schon 12–26 % der Teilnehmer leichte bis mäßige neurokognitive und sprachbezogene Probleme aufwiesen. Etwa 5–15 % waren bereits schwer beeinträchtigt.
Zudem funktioniert das Gedächtnis schlechter
Bei den Patienten litten insbesondere Gedächtnisfunktion und Sprechflüssigkeit. Bei 7 % waren neurokognitive Funktionen des Alltagslebens stark beeinträchtigt und 42 % der Patienten fiel es mehr oder weniger schwer, sich sprachlich adäquat zu äußern.
Quelle: Piai V et al. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg 2019; online first