Antikörper als Frühwarnsystem für Mundhöhlenkrebs?

Erschienen am: 
|
Aktualisiert am:
|Lesezeit: 1 Min
Früh erkannt ist schnell gebannt, aber HPV-16-Antikörper sind leider nicht die beste Wahl zur Früherkennung eines oropharyngealen Plattenepithelkarzinoms.

Über HPV-16- Antikörper lassen sich Risikopatienten für oropharyngeale Plattenepithelkarzinome identifizieren. Ein Screening wäre derzeit aber zu unspezifisch.

Das Vorhandensein des HPV-16-Antikörpers ging bei hellhäutigen Patienten mit einem fast 100-fach erhöhten Risiko einher, ein oropharyngeales Plattenepithelkarzinom zu entwickeln. Bei dunkelhäutigen Menschen erhöhte sich das Risiko lediglich um den Faktor 17 – wahrscheinlich ist in dieser Gruppe der Krebs seltener HPV-assoziiert. Generell trägt eine HPV-16-Infektion in erheblichem Maß zur Entstehung von Oropharynxkarzinomen bei, schreiben die Wissenschaftler.

Auch wenn die Infektionen mit HPV-16 zunehmen, ist das Oropharynxkarzinom derzeit relativ selten, gibt der Erstautor in einer begleitenden Pressemitteilung zu bedenken. HPV-16-Tests großflächig einzuführen bedeutet, viele Menschen mit einem falsch positiven Ergebnis zu konfrontieren.

Quelle: Kreimer AR et al. Ann Oncol 2019; online first; DOI: doi.org/10.1093/annonc/mdz138

Bei Google bevorzugen

Sie möchten bei der Suche nach aktuellen Entwicklungen häufiger unsere Beiträge sehen? Dann fügen Sie uns jetzt zu Ihren bevorzugten Quellen hinzu.

Als bevorzugte Quelle auswählen
Wie funktioniert das? Häufige Fragen: Hier erfahren Sie mehr

Das könnte Sie auch interessieren