Prognoseverbesserung für uHCC-Erkrankte

Immuntherapie-Duo als bevorzugter Partner für TACE

2026 ASCO Annual Meeting
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Eine Kombinationstherapie verlängert das progressionsfreie Überleben beim HCC signifikant.

Mit einer transarteriellen Chemoembolisation lässt sich beim nicht-resektablen hepatozellulären Karzinom ein medianes progressionsfreies Überleben von acht bis zehn Monaten erreichen. Laut den Daten der EMERALD-3-Studie kann die Kombination der TACE mit einer Systemtherapie das PFS verlängern.

Forschende prüfen in der Phase-3-Studie EMERALD-3, ob eine kombinierte Immuntherapie die Wirksamkeit der transarteriellen Chemoembolisation (TACE) bei Patient:innen mit nicht-resektablem hepatozellulärem Karzinom (HCC) verbessert. Die Immuntherapie bestand dabei aus der einmaligen Gabe von Tremelimumab und der regulären Therapie mit Durvalumab nach dem STRIDE-Regime +/- eine antiangiogene Behandlung mit Lenvatinib.

Wie Prof. Dr. Ghassan Abou-Alfa vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York berichtete, nahmen 760 Personen mit nicht systemisch vorbehandeltem HCC teil, die nicht für eine kurative Behandlung, aber für eine Embolisation geeignet waren. Sie wurden randomisiert in

Primärer Endpunkt war der PFS-Vergleich von Arm A und Arm C.

STRIDE plus TACE ist offenbar überlegen

Nach der von Prof. Abou-Alfa vorgestellten Interimsanalyse erreichte das mediane PFS in Arm A 13,0 Monate und in Arm C 9,8 Monate (HR 0,70; 95%-KI 0,57–0,86; p = 0,0007). Die Zwölf-Monats-PFS-Raten betrugen mit STRIDE, Lenvatinib und TACE 56,2 %, mit TACE allein 42,9 %.

Der Vergleich des PFS in den Armen B und C – sekundärer Endpunkt der Studie – fiel ähnlich aus. Das mediane PFS belief sich in Arm B auf 12,9 Monate und in Arm C auf 8,1 Monate (HR 0,71; 95%-KI 0,56–0,91; p = 0,0062). Die 12-Monats-PFS-Raten betrugen mit STRIDE plus TACE 53,0 % und mit TACE allein in der hier betrachteten Population 38,0 %.

Lenvatinib ohne Zusatznutzen

Eine vorab geplante explorative Analyse belegte, dass es keinen signifikanten PFS-Unterschied zwischen Arm A und Arm B gab, betonte Prof. Abou-Alfa. Das galt auch für alle analysierten Subgruppen.

Die Daten zum Gesamtüberleben (OS) waren noch nicht reif. Laut Prof. Abou-Alfa zeichnete sich zum Auswertungszeitpunkt ein Trend hin zu einem besseren OS durch die zusätzliche systemische Therapie ab. Das mediane OS betrug in Arm A 39,5 Monate und in Arm C 34,7 Monate (HR 0,84; 95%-KI 0,65–1,09; p = 0,1814). Dabei hatten bislang weniger Patient:innen in Arm A eine Folgetherapie erhalten als in Arm C (43,3 % vs. 70,2 %).

Der Vergleich von Arm B und Arm C ergab einen noch deutlicheren Trend mit einem noch nicht erreichten medianen OS unter STRIDE plus TACE gegenüber 32,9 Monaten mit TACE allein (HR 0,70; 95%-KI 0,51–0,95; p nicht formal getestet). Mit STRIDE waren auch die Ansprechraten höher als mit TACE allein (Arm A: 38,9 %, Arm B: 40,8 %, Arm C: 27,0 %).

Mehr schwere Nebenwirkungen unter Kombitherapie

Das Sicherheitsprofil bezeichnete Prof. Abou-Alfa als akzeptabel. Die beobachteten unerwünschten Ereignisse (UE) entsprachen dem, was von den einzelnen Therapien bekannt ist. UE Grad 3/4 entwickelten in Arm A 71,4 %, in Arm B 64,0 % und in Arm C 28,6 % der Patient:innen. Die Rate schwerer UE – in Einzelfällen auch mit Todesfolge – betrug 64,1 %, 50,9 % und 23,4 %.

Die noch vorläufigen Ergebnisse der EMERALD-3-Studie sprechen für die Kombination von STRIDE mit TACE als potenzielle neue Therapieoption beim uHCC, wenn eine Embolisation möglich ist, meinte Prof. Abou-Alfa. Die Ergebnisse nach einer längeren Beobachtungsdauer müssen abgewartet werden.

Abou-Alfa G et al. 2026 ASCO Annual Meeting; LBA4000

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