Schizophrenie: Biomarker für bessere Therapien
Ein Drittel der Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie spricht nicht ausreichend auf die gängigen Antipsychotika an. Biomarker und präzisionsmedizinische Ansätze dürften das schon bald ändern.
Eine Schizophrenie beginnt meist in jungen Jahren und verläuft oft chronisch. Wichtigstes Merkmal der Erkrankung ist die Psychose, bei der es typischerweise zu Veränderungen von Wahrnehmung und Denken kommt, schreibt eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Akira Sawa von der Johns Hopkins University in Baltimore.
Wie sich eine Schizophrenie manifestiert
Die Erkrankung beeinträchtigt die soziale und berufliche Funktionsfähigkeit erheblich, was zu einer hohen Arbeitslosenquote unter den Betroffenen führt. Hinzu kommt die reduzierte Lebenserwartung bei Schizophrenie, was zum einen an einem ungesunden Lebensstil liegt, aber auch auf metabolische und kardiovaskuläre Veränderungen aufgrund der jahrelangen Medikation zurückzuführen ist.
Halluzinationen, Motivationsverlust und kognitive Defizite
Die Symptome einer Schizophrenie werden in drei Kategorien eingeteilt: Zur Positivsymptomatik zählen akustische Halluzinationen, Wahnvorstellungen sowie desorganisierte Sprache und Verhalten. Die Negativsymptomatik umfasst gravierende Störungen der Motivation und emotionale Flachheit. Daneben treten kognitive Symptome wie Beeinträchtigungen der Verarbeitungsgeschwindigkeit, des Arbeitsgedächtnisses, der Aufmerksamkeit sowie des Lernens und der sozialen Kognition auf.
Diese Symptome führen zu erheblichen Beeinträchtigungen der sozialen und beruflichen Funktionsfähigkeit, was zu hoher Arbeitslosigkeit unter den Betroffenen führt. Nicht oder insuffizient behandelt ist Schizophrenie mit einer um etwa 20 Jahre verkürzten Lebenserwartung verbunden.
Eine Schizophrenie wird zurzeit ausschließlich klinisch diagnostiziert. Daher ist diese Patientengruppe biologisch hochgradig heterogen – eine Tatsache, die die Entwicklung effektiver Therapien erheblich erschwert.
Was verursacht eine Schizophrenie?
An der Entstehung der Erkrankung sind verschiedene Umweltfaktoren und genetische Auslöser beteiligt, die zum Teil erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Nervensystems haben. Bisher wird die Schizophrenie ausschließlich klinisch definiert.
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