Juvenile Dermatomyositis sicher diagnostizieren
Für die Diagnose der Juvenilen Dermatomyositis werden verschiedene Kriterien herangezogen. Ein Biomarker und die MRT schnitten in einer aktuellen Studie am besten ab.
Interferon-Biomarker sind bei der Diagnose einer juvenilen Dermatomyositis (JDM) der Kreatinkinase (CK) überlegen, zitierte Prof. Dr. Gerd Horneff, Asklepios Klinik Sankt Augustin, die Ergebnisse einer aktuellen niederländischen Studie. Darin hatte man die Daten von 83 Kindern und Jugendlichen mit JDM analysiert. 65 % von ihnen waren Mädchen und das mediane Alter bei Diagnose betrug sechs Jahre.
Als häufigste Symptome wurden proximale Muskelschwäche, Gottron-Papeln, Gesichtserythem und heliotropes Erythem berichtet (94,9 %, 79,7 %, 75,9 % und 68,4 %). Auch systemische Beschwerden traten auf, dazu gehörten Müdigkeit bei zwei Dritteln der Erkrankten, Fieber und Gewichtsverlust (je 13,9 %), Arthritis (11,4 %) und in drei Fällen eine interstitielle Lungenerkrankung.
Magnetresonanztomografie schlägt Biopsie
Bei der Labordiagnostik hatten die beiden Interferon-Biomarker Galectin-9 und CXCL10 die Nase vorn: Ihre Sensitivität lag bei 98 % resp. 93 %, während die Sensitivität der CK nur 73 % betrug. Nach sechs Monaten hatten sich die Interferon-Biomarker normalisiert. In der Studie wurde auch analysiert, womit sich Muskelentzündungen am besten identifizieren lassen. Bei 33 Betroffenen war eine Ganzkörper-MRT durchgeführt worden, bei 27 Muskelbiopsien. Die Bildgebung zeigte in 90,9 % der Fälle ein Muskelödem, von den Biopsien waren 77,8 % pathologisch. Damit lassen sich bei der JDM Myositiden zuverlässiger mit der MRT als mit der Biopsie erkennen, schlussfolgerte Prof. Horneff.