Geschlecht und Krankheitsverlauf bei SpA

Spondyloarthritis: Frauen haben ein schlechteres Outcome

Aus der Fachliteratur
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Eine Spondyloarthritis schlägt einer Studie zufolge bei Frauen langfristig härter zu als bei Männern.

Frauen mit Spondyloarthritis zeigten in einer 17-jährigen Langzeitbeobachtung eine stärkere funktionelle Verschlechterung als Männer. Zugleich gibt es Hinweise auf geschlechtsspezifische Zusammenhänge zwischen Biologikatherapie und Entzündung.

Ob es bei der langfristigen Entwicklung der Spondyloarthritis geschlechtsspezifische Unterschiede gibt, untersuchte eine Arbeitsgruppe um Dr. Diana Moldovan von der Universität für Medizin und Pharmazie in Cluj-Napoca anhand von Daten aus dem spanischen REGISPONSER-Register.

In die Beobachtungsstudie gingen 271 Männer und 140 Frauen mit SpA ein, die zwischen 2004 und 2007 in das Register aufgenommen und 17 Jahre später im Rahmen einer Registerstudie erneut untersucht worden waren. Als zentrale Endpunkte dienten der ­BASFI* bei der Nachuntersuchung, die Veränderung des BASFI gegenüber dem Ausgangswert (ΔBASFI) sowie eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit.

Dauerhafte Arbeitsunfähigkeit war bei Männern und Frauen etwa gleich häufig

Bei der Nachuntersuchung war die Funktion bei Frauen signifikant schlechter. Der BASFI lag im Mittel bei 4,7 gegenüber 3,6 Punkten bei den Männern. Auch die funktionelle Verschlechterung über die 17 Jahre war bei Frauen deutlich ausgeprägter: Der mittlere ΔBASFI betrug bei ihnen 1,47, bei den Männern 0,38. Bezüglich der Arbeitsunfähigkeit zeigte sich dagegen kein signifikanter Unterschied (Frauen 27,1 %, Männer 32,1 %).

Bei beiden Geschlechtern waren ein höherer BASDAI**-Ausgangswert und ein höherer BASRI***-Gesamtwert unabhängig mit einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit assoziiert. Der BASDAI als Maß für die Krankheitsaktivität zeigte dabei einen geschlechtsspezifischen Zusammenhang: Mit jedem zusätzlichen Punkt stieg die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit bei Männern um 19 % und bei Frauen um 28 %.    

In der männlichen Kohorte deutete die Analyse darauf hin, dass ein Teil des mit einer Biologikatherapie verbundenen funktionellen Vorteils über eine geringere systemische Entzündung vermittelt wurde. Als Marker für die Entzündung diente das CRP. Dieser Effekt war bei ihnen signifikant, in der weiblichen Kohorte dagegen nicht. Nach Meinung der Forschenden spricht dies für unterschiedliche Zusammenhänge zwischen Entzündungsaktivität und langfristiger funktioneller Entwicklung bei Männern und Frauen.

* Bath Ankylosing Spondylitis Functional Index
** Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index
*** Bath Ankylosing Spondylitis Radiology Index

Moldovan DMM et al. RMD Open 2026; 12: e007008; doi: 10.1136/rmdopen-2026-007008

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