Brustkrebs-Früherkennung Bessere Diagnostik bei dichtem Brustdrüsengewebe

Gesundheitspolitik Autor: Jan Helfrich

Eine ergänzende Sonographie verbessert die Brustkrebs-Früherkennung bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe. Eine ergänzende Sonographie verbessert die Brustkrebs-Früherkennung bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe. © Jo Panuwat D – stock.adobe.com

Ein Versorgungsforschungsprojekt weist auf einen Zugewinn in der Brustkrebs-Früherkennung bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe hin. Durch ergänzende sonographische Untersuchungen konnten in der Studie zusätzliche Tumoren entdeckt werden.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Ergebnisse des Forschungsprojekts DIMASOS 2 gezielt an relevante Akteure im Gesundheitswesen weiterzugeben. Ziel ist es, die Evidenzbasis für eine optimierte Brustkrebs-Früherkennung auszubauen.

Das Projekt untersuchte, ob ergänzende sonographische Untersuchungen im Rahmen des Mammographie-Screenings bei Frauen zwischen 50 und 75 Jahren mit dichtem Brustdrüsengewebe die Detektionsrate erhöhen können. Im Ergebnis wurden durchschnittlich 2,7 weitere Malignome pro 1000 Untersuchungen entdeckt.
Zudem zeigte die Studie, dass die Identifikation betroffener Patientinnen logistisch und technisch umsetzbar ist. Analysiert wurden auch die Häufigkeit weiterführender bildgebender Diagnostik sowie die Akzeptanz des zusätzlichen Screening-Schrittes.

Nachfolgeprojekt DFU liefert ergänzende Daten

Die abschließende Bewertung der Sensitivität und Spezifität der ergänzenden Diagnostik soll das Nachfolgeprojekt DFU – DIMASOS‑FOLLOW‑UP liefern. Die Ergebnisse könnten künftig in die Weiterentwicklung nationaler Screening-Programme einfließen. 

Quelle:
Pressemitteilung – G-BA