Erstattung von Gesundheits-Apps: Forscher widersprechen BMG

Gesundheitspolitik Autor: Anouschka Wasner

Forscher treten dafür ein, dass App-Anbieter von Beginn an Studien vorlegen müssen, die die Wirksamkeit der Apps nachweisen. Forscher treten dafür ein, dass App-Anbieter von Beginn an Studien vorlegen müssen, die die Wirksamkeit der Apps nachweisen. © iStock/DragonImages
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Wissenschaftler der TU Berlin wollen die Erstattung von Gesundheits-Apps an Studien binden. Dem BMG scheint das nicht zu gefallen.

Nach Berichten des Handelsblattes „mauert“ das Gesundheitsministerium gegen eine Studie, die es selbst in Auftrag gegeben hatte. Wissenschaftler der TU Berlin sollten Vorschläge entwickeln, nach welchen Kriterien eine Gesundheits-App Kassenleistung wird. Die Forscher treten dafür ein, dass App-Anbieter von Beginn an Studien vorlegen müssen, die die Wirksamkeit der Apps nachweisen. Für Monitoring-Apps seien deskriptive Studien ausreichend, für komplexere Anwendungen müssten vergleichende Studien vorliegen. Dem Medienbericht zufolge ist das Ministerium nicht glücklich mit diesem Vorschlag und will bei seiner Jahresfrist bis zum ersten Nachweis bleiben.

Eine Anwendung ein Jahr lang ohne Nachweis eines medizinischen Nutzens durchzuwinken, könne teuer werden und sei ein Risiko für den Patienten, so ein Mitarbeiter der TU Berlin. Und auch der G-BA warnt vor „horrenden Kosten“, wenn Anbieter jedes Jahr aufs Neue eine App ohne Nachweise auf den Markt bringen könnten.

Medical-Tribune-Bericht

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