Krebspatienten Junge Kranke fordern ein Recht auf Vergessen

Gesundheitspolitik Autor: Cornelia Kolbeck

„Der Krebs mag besiegt sein, aber in den Papieren bleibt er für immer.“ (Agenturfoto) „Der Krebs mag besiegt sein, aber in den Papieren bleibt er für immer.“ (Agenturfoto) © iStock/FatCamera
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80 % der an Krebs erkrankten 18- bis 39-Jährigen können heute durch neue Verfahren und Medikamente in der Tumortherapie geheilt werden. Dennoch treffen sie im Alltag auf viele Hürden, beispielsweise beim Abschluss von Versicherungsverträgen. „Der Krebs mag besiegt sein, aber in den Papieren bleibt er für immer“, kritisiert die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs.

„Wir können Ihnen nur einen Kredit für Ihren Hausbau geben, wenn Sie eine Lebensversicherung abschließen. Und ich sage Ihnen: Das ist aussichtlos“, erklärte ein Versicherungsvertreter einer jungen Frau, die mit 23 Jahren am Hodgkin Lymphom erkrankte. Verschiedene Kreditinstitute hätten auch dazu geraten, ihr Mann solle den Kredit allein aufnehmen. Andere junge Krebskranke berichten z.B. von überhöhten Prämien bei Versicherungen.

Fakt ist, dass heute 80 % der jungen Krebspatient:innen geheilt werden. „Der Krebs mag besiegt sein, aber in den Papieren bleibt er für immer“, kritisiert die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Es sei Diskriminierung, für die es keine Rechtfertigung gebe. Die Stiftung fordert, auch in Deutschland das Recht auf Vergessen („Right to be Forgotten“) – eine Europäische Initiative – umzusetzen.

Quelle: Information der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs

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