10 Jahre diabetes zeitung
Hätten Sie‘s gewusst? Die diabetes zeitung (dz) gibt es schon seit zehn Jahren. Im Redaktionsbeirat damals wie heute: Professor Dr. Baptist Gallwitz. 2016 war er zudem Präsident der DDG und hat das erste Editorial geschrieben. Er erinnert sich an die ersten Schritte der dz auf dem diabetologischen Parkett…
Herr Prof. Gallwitz, welche Überlegungen haben 2016 seitens der Deutschen Diabetes Gesellschaft dazu geführt, die diabetes zeitung herauszugeben?
Prof. Gallwitz: Es gab von einigen Fachgesellschaften bereits Zeitungen, die sich breit nicht nur an Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Personal richteten, sondern auch eine Leserschaft im Gesundheitswesen und in der Politik ansprechen wollten (z. B. „Kardio News“, „Onko News“).
Die DDG wollte gleichziehen und mit der diabetes zeitung damit erstmals auch ein Medium haben, das außerhalb der Diabetesteams und der DDG Diabetesthemen an eine viel größere Leserschaft bringt. Es sollte umgekehrt auch als Identifikations- und Motivations-Booster innerhalb der DDG und anderer Diabetesorganisationen eine Rolle spielen.
Auch gesundheitspolitische Themen sollten einen größeren Rahmen einnehmen und die Inhalte der Zeitschrift sollten aktuell sein. Die Wahl für ein Printmedium wurde bewusst getroffen, „um etwas in (oder an) die Hand zu geben“.
Wie war die Arbeit an der ersten Ausgabe und wie war es, die erste Ausgabe aufzuschlagen?
Prof. Gallwitz: Zunächst ging es ja darum, ein Redaktionsteam zusammenzustellen, das Konzept der diabetes zeitung zu definieren und die Verantwortlichkeiten und Aufgaben zu verteilen.
Es war eine sehr lebhafte, positive und konstruktive Aufbruchstimmung, die von Anfang an von viel Professionalität und Verlässlichkeit begleitet wurde. Der Austausch im Redaktionsteam und die Zahl der Sitzungen waren vor dem Erscheinen der ersten Ausgabe natürlich intensiver und höher als jetzt.
Die erste Ausgabe auf dem Diabetes Kongress 2016 in Händen zu halten und aufzuschlagen, war ein großartiger Moment, bei dem schnell klar war, dass wir einen „guten Wurf“ gemacht hatten. Natürlich war es aufregend, die schon aus den Redaktionssitzungen bekannten Artikel gedruckt in einer Zeitung zu haben und auf dem Kongress zu beobachten, wie die Reaktion auf die Zeitung insgesamt ausfällt.
Was sollte in jeder Ausgabe einen Platz haben?
Prof. Gallwitz: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die die Behandlung und Versorgung von Menschen mit Diabetes erleichtern und verbessern.
Über welche Schlagzeile würden Sie sich 2036 am meisten freuen?
Prof. Gallwitz: „Die Diabetesinzidenz nimmt kontinuierlich und dauerhaft ab –das Ende einer Pandemie.“