In den beiden vergangenen Legislaturperioden stellte die CDU den Gesundheitsminister. Dementsprechend ist im Wahlprogramm der Union häufig von der
Fortsetzung begonnener Maßnahmen zu lesen. So soll die E-Health-Strategie zur ressortübergreifenden Roadmap „Digitale Gesundheit 2030“ ausgebaut werden. Die Offensive des Bundes für mehr Investitionen in die Digitalisierung der Krankenhäuser will man weiterführen. Mit dem „virtuellen Krankenhaus“ soll medizinisches Spezialwissen überall im Land verfügbar gemacht werden.
Die
Coronapandemie habe sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Systems gezeigt. Für besonders versorgungskritische Wirkstoffe kündigen CDU und CSU Maßnahmen wie eine staatliche Lagerhaltung oder Notfallkapazitäten an. Mit den Pharmaunternehmen wollen sie dafür sorgen, „dass kritische Schutzkleidung, medizinische Geräte sowie alle wichtigen Medikamente in mindestens einer Variante in Europa produziert werden“.
Das Robert Koch-Institut soll zum deutschen
Public-Health-Institut ausgebaut werden. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit müsse es künftig noch viel stärker bei der Bekämpfung von epidemischen Gesundheitsgefahren tätig sein und sich mehr mit den Gesundheitsbehörden der Länder und Kommunen sowie international vernetzen.
An die einstige Erfolgsgeschichte von Deutschland als „Apotheke der Welt“ will man wieder anknüpfen. Neue Antiinfektiva und Impfstoffe sollen gefördert werden durch Anreize „von Forschung bis Erstattung“. Investoren und Wissenschaftler könnten sich auch darauf verlassen, „dass in Deutschland weiterhin der
Patentschutz gilt“. Um Innovationen entwickeln zu können, müssten forschende Pharmaunternehmen die Möglichkeit haben, pseudonymisierte Versorgungsdaten zu erhalten.
Zur Finanzierung der
Krankenversicherung vertrauen CDU und CSU weiter auf „einkommensabhängige paritätische Beiträge, Eigenbeteiligung und einen Steueranteil für versicherungsfremde Leistungen (wie in der Pandemiebekämpfung), der dynamisiert und an die tatsächlichen Kosten der versicherungsfremden Leistungen und deren Entwicklung gekoppelt wird“. Eine Einheitsversicherung lehnen die Schwesterparteien ab.
„Statt Sterbehilfe zu kommerzialisieren, werden wir dafür sorgen, dass wir den Zugang zur
Hospiz- oder Palliativversorgung garantieren“, verspricht die Union. „Wir wollen eine lebensbejahende Beratung für Menschen, die unheilbar und mit begrenzter Lebenserwartung erkrankt sind.“
Zusammen mit den Ländern soll die nächste Bundesregierung etwa 5000 zusätzliche Studienplätze für Humanmedizin schaffen und die
Landarztquote bei der Studienplatzvergabe über die heutige Grenze von 10 % hinaus erhöhen.
www.ein-guter-plan-fuer-deutschland.de