IT-Sicherheit in der Praxis

Wie man seine Praxis vor Cyberangriffen schützt

Bericht
|Erschienen am: 
|Lesezeit: 2 Min
Auch kleinere Arztpraxen geraten ins Visier von Cyberkriminellen: Das BSI unterstützt Praxisteams mit Quick-Check, Handlungsempfehlungen und Notfallkarte.

Cyberangriffe treffen längst nicht nur Kliniken und MVZ, auch Praxen sind betroffen. Ein neues Infopaket des BSI zeigt, wie man Risiken erkennt, Abläufe sichert und im Notfall handlungsfähig bleibt.

Hackerangriffe bedrohen auch kleinere Praxen: Wer Patientendaten verarbeitet, ist für Kriminelle attraktiv, unabhängig von der Größe des Betriebs. Im Ernstfall drohen Datenverlust, Datenmissbrauch und längere Ausfälle der Praxisabläufe.

„Der Satz ‚Unsere Praxis ist zu klein, um Ziel von Hackern zu werden‘ ist leider ein gefährlicher Irrtum“, warnt Pascal Jeschke aus dem Referat für Gesundheits- und Finanzwesen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Gerade haus- und allgemeinärztliche Praxen arbeiteten mit hochsensiblen Gesundheitsdaten und seien deshalb attraktive Ziele. Umso wichtiger sei es, Mitarbeitende für typische Angriffsmuster zu sensibilisieren und IT-Sicherheit fest im Praxisalltag zu verankern.

Um Ärztinnen und Ärzte besser zu unterstützen, hat das BSI ein Informationspaket zur IT-Sicherheit für Praxen veröffentlicht. Es soll Praxisteams helfen, die Vorgaben der IT-Sicherheitsrichtlinie im Alltag umzusetzen.

Quick-Check und Notfallkarte für den Ernstfall

Zum Paket gehören ein Quick-Check und konkrete Handlungsempfehlungen. Sie greifen typische Situationen im Praxisbetrieb auf, etwa die Einarbeitung neuer Mitarbeitender, den Umgang mit verdächtigen E-Mails sowie Zutritts- und Zugriffsberechtigungen. Auch der Einsatz externer Dienstleister und die Prüfung von Cloud-Diensten werden als relevante Alltagssituationen aufgegriffen.

Die empfohlenen Maßnahmen sind in einem Umsetzungsfahrplan gebündelt. Er umfasst unter anderem interne IT-Regeln, Personalprozesse und Schulungen. Zur technischen Basissicherheit zählen außerdem regelmäßige Updates, Datensicherungen, Zugriffsschutz und E-Mail-Sicherheit. Für den Ernstfall stellt das BSI außerdem eine IT-Notfallkarte bereit.     

Pressemitteilung – BSI

Das könnte Sie auch interessieren