Telemedizin, Telematik, Apps und Internet – die Praxen tasten sich erst ran
Telemedizin, Telematik, Apps und Internet – die Praxen tasten sich erst ran
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist „in“. Wie es bis dato in den Praxen von Vertragsärzten und -psychotherapeuten aussieht, hat das „PraxisBarometer“ der KBV untersucht. Die Zahlen zeigen allerdings, dass die Welt des Heilens noch sehr analog ist.
Auf den ersten Blick ergeben die Aussagen der 1750 vom Berliner IGES Institut befragten Ärzte und Psychotherapeuten ein lobenswertes Bild und der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen zeigt sich deshalb auch zufrieden:
- Alle Praxen rechnen digital mit ihrer Kassenärztlichen Vereinigung ab.
- 74 % der Praxen haben die Patientendokumentation mehrheitlich oder vollständig digitalisiert.
- 75 % der großen, meist interdisziplinär arbeitenden Praxen nutzen Programme für die Raumplanung und Gerätenutzung.
- Rund 60 % der Hausärzte haben eine digitale Anwendung zum Erkennen von Arzneimittelwechselwirkungen.
Kollegen schreiben lieber Faxe und Briefe
Auch die digitale Kommunikation mit anderen Praxen und ambulanten Einrichtungen führt eher ein Schattendasein. 86 % der Ärzte kommunizieren mehrheitlich bzw. komplett in Papierform mit den Kollegen. Die Kommunikation mit Krankenhäusern verläuft noch zu 94 % in traditioneller (Papier-)Form. Nur 11 bis 17 % der vertragsärztlichen Praxen versenden Bildmaterial, Befundbriefe und Befunddaten digital.KBV: elektronische Signatur ist auch ein Hindernis
Dr. Kriedel sprach den Heilberufeausweis ebenfalls an. Die Krankenkassen bestünden auf einer verpflichtenden qualifizierten Signatur mittels elektronischen Heilberufsausweises. „Aus unserer Sicht ist eine solche Signatur jedoch nur in bestimmten Fällen zwingend erforderlich.“ Der KBV-Vorstand sieht zudem die Industrie in der Pflicht hinsichtlich einer standardisierten Schnittstelle für digitale Geräte, um Daten ins PVS übertragen zu können. 40 % der Geräte hätten eine solche Schnittstelle noch nicht – „trotz ständigen Appells an die Industrie“. Nötig seien deshalb gesetzgeberische Normen, um sämtliche Systeme interoperabel zu machen. Die KBV fordert von der Politik, sie hierzu mit einer Richtlinienkompetenz auszustatten, wie sie die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, der GKV-Spitzenverband und die KBV bei der elektronischen Patientenakte bereits haben.Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist „in“. Wie es bis dato in den Praxen von Vertragsärzten und -psychotherapeuten aussieht, hat das „PraxisBarometer“ der KBV untersucht. Die Zahlen zeigen allerdings, dass die Welt des Heilens noch sehr analog ist.
Auf den ersten Blick ergeben die Aussagen der 1750 vom Berliner IGES Institut befragten Ärzte und Psychotherapeuten ein lobenswertes Bild und der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen zeigt sich deshalb auch zufrieden:
- Alle Praxen rechnen digital mit ihrer Kassenärztlichen Vereinigung ab.
- 74 % der Praxen haben die Patientendokumentation mehrheitlich oder vollständig digitalisiert.
- 75 % der großen, meist interdisziplinär arbeitenden Praxen nutzen Programme für die Raumplanung und Gerätenutzung.
- Rund 60 % der Hausärzte haben eine digitale Anwendung zum Erkennen von Arzneimittelwechselwirkungen.