Interview

Im Fokus: Die kardio-renale Achse

Nierenarzt/Nierenärztin
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|Lesezeit: 10 Min
Elke Klug
Erst geht’s an die Nieren und dann an das Herz.

In der DGfN gibt es derzeit 38 Kommissionen. In diesem Beitrag stellen wir die KOMMISSION HERZ UND NIERE vor.

Wie andere Wissenschaftliche Fachgesellschaften auch, setzt die DGfN Kommissionen und Arbeitsgruppen ein, die sich mit spezifischen Themen und Aufgaben innerhalb des Fachgebietes befassen. In bereits erschienenen Ausgaben von Nierenarzt/Nierenärztin wurden die Kommissionen Genetik und seltene Erkrankungen (5/25), Frau und Niere (1/26) sowie Diabetes, Adipositas und Stoffwechselerkrankungen (2/26) vorgestellt.

Die Kommission Herz und Niere agiert an der für viele internistische Erkrankungen bedeutsamen Schnittstelle von Kardiologie und Nephrologie. Dabei geht es um die Bündelung von Fachwissen, die Erarbeitung fachlicher Positionen für die klinische Praxis, die Interessenvertretung des Fachgebietes in Politik und Öffentlichkeit, Vernetzung, Qualitätsentwicklung und Forschungsförderung. Vorsitzender dieser Kommission ist Prof. Dr. Rafael Kramann, Direktor und Lehrstuhlinhaber der Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, rheumatologische und immunologische Erkrankungen (Med. Klinik II) an der Uniklinik RWTH Aachen. Wir zukünftige Vorhaben.sprachen mit ihm über die aktuellen Schwerpunkte der Kommissionsarbeit sowie über zukünftige Vorhaben.

Herr Professor Kramann, wie viele Mitglieder hat die Kommission und wie setzt sie sich zusammen? Wie kann man Mitglied werden? Wie gestaltet sich der Arbeitsmodus?

An der Kommissionsarbeit beteiligen sich aktuell ca. 25 Ärztinnen und Ärzte aus allen Bereichen, in denen man als Nephrologin/Nephrologe arbeiten kann − von Assistenzärzten über Oberärzte, Klinikdirektoren, niedergelassene Kollegen, auch aus verschiedenen Weiterbildungsbereichen. Neue Mitglieder sind in dieser aktiven Kommission jederzeit herzlich willkommen.
Wir treffen uns regelmäßig bei den DGfNKongressen und zusätzlich ungefähr vier- bis fünfmal im Jahr, um online per Teams konkrete Projekte zu besprechen.

Sie bekleiden das Amt seit etwa zwei Jahren. Mit welchen Intentionen haben Sie den Vorsitz dieser Kommission übernommen?

Ich habe mich schon immer für das Zusammenspiel von Herz und Nieren interessiert, habe in Aachen an der Klinik für Kardiologie und Angiologie promoviert und war Assistenzarzt an der Klinik für Nephrologie und Klinische Immunologie. Hier am Aachener Beispiel habe ich erfahren, wie gut es ist, wenn beide Fachdisziplinen zusammenarbeiten, weil die Organe sehr eng verwoben sind. Wir sehen ja mittlerweile auch, dass viele Medikamente, die wir unseren Patienten mit einer Herz- und Niereninsuffizienz verabreichen, in beiden Organsystemen wirken. Und selbst bei den Kardiologen ist man inzwischen über zeugt, was lange nicht der Fall war, dass man bei einer Herzerkrankung immer auch auf die Nieren achten muss, z. B. auf Eiweiß im Urin. Das müsste im Grunde schon bei den Hausärzten beginnen, wird aber zurzeit noch unzureichend umgesetzt.

Es ist inzwischen gut belegt, dass die Patienten davon profitieren, wenn man beide Organe im Blick hat und zusammen behandelt. Die Erkenntnisse dazu möchte ich mit der Kommissionsarbeit in ganz Deutschland noch weiter verbreiten. Das hat mich motiviert und die Arbeit in der Kommission gibt mir wichtige neue Impulse.

Welche Schwerpunkte stehen aktuell auf der Agenda der Kommission? Welche Themen/welches konkrete Projekt wurden beim zuletzt stattgefundenen Treffen besprochen?

Einer der Schwerpunkte ist, dass wir von nephrologischer Seite aus bei den Nationalen Versorgungsrichtlinien mitarbeiten. Außerdem erstellen wir Übersichtsarbeiten zu Themen, die für Nephrologen und Kardiologen gleichermaßen relevant sind. So sind z. B. das Konsensuspapier zum Management kardiovaskulärer Erkrankungen bei chronischer Nierenkrankheit* und zuletzt der Artikel „Synergistische Therapien von Herz- und Nierenerkrankungen“** publiziert worden.

Wir versuchen auch, entsprechende Programmpunkte in die Konferenzen zu integrieren. Aktuell sind alle Mitglieder der Kommission eingeladen, Vorschläge zu neuen Projekten zu machen, die dann in Leipzig beim kommenden DGfN-Kongress vorgestellt werden.

Des Weiteren arbeiten wir daran, dass in den Empfehlungen der kardiologischen und der nephrologischen Guidelines jeweils beide Felder berücksichtigt werden.

Aktuell sind wir an der Erarbeitung der Nationalen Versorgungsrichtlinien für Herzinsuffizienz und KHK beteiligt und haben mehrere Übersichtsartikel in Arbeit, z. B. zur Antikoagulation: Wie dringend braucht ein Patient eine Blutverdünnung, wie kann man das machen, was ist mit oralen Antikoagulanzien, kann man die auch bei Dialyse-Patienten noch geben, wenn die GFR abfällt, etc. In einer weiteren Arbeit wird noch einmal ein Überblick über kardiorenale Erkrankungen/das Kardiorenale Syndrom gegeben: Wie kann man die Pa tienten mit einer fortgeschrittenen Herz- und Niereninsuffizienz optimal therapieren, wann hilft eine Device-Therapie von den Kardiologen usw., um solche Fragen geht es. Das sind ganz konkrete Themen, mit denen wir uns beschäftigen.

Aktuell sind wir an der Erarbeitung der Nationalen Versorgungsrichtlinien für Herzinsuffizienz und KHK beteiligt und haben mehrere Übersichtsartikel in Arbeit, z. B. zur Antikoagulation: Wie dringend braucht ein Patient eine Blutverdünnung, wie kann man das machen, was ist mit oralen Antikoagulanzien, kann man die auch bei Dialyse-Patienten noch geben, wenn die GFR abfällt, etc. In einer weiteren Arbeit wird noch einmal ein Überblick über kardiorenale Erkrankungen/das Kardiorenale Syndrom gegeben: Wie kann man die Pa tienten mit einer fortgeschrittenen Herz- und Niereninsuffizienz optimal therapieren, wann hilft eine Device-Therapie von den Kardiologen usw., um solche Fragen geht es. Das sind ganz konkrete Themen, mit denen wir uns beschäftigen.

Aktuell sind wir an der Erarbeitung der Nationalen Versorgungsrichtlinien für Herzinsuffizienz und KHK beteiligt und haben mehrere Übersichtsartikel in Arbeit, z. B. zur Antikoagulation: Wie dringend braucht ein Patient eine Blutverdünnung, wie kann man das machen, was ist mit oralen Antikoagulanzien, kann man die auch bei Dialyse-Patienten noch geben, wenn die GFR abfällt, etc. In einer weiteren Arbeit wird noch einmal ein Überblick über kardiorenale Erkrankungen/das Kardiorenale Syndrom gegeben: Wie kann man die Pa tienten mit einer fortgeschrittenen Herz- und Niereninsuffizienz optimal therapieren, wann hilft eine Device-Therapie von den Kardiologen usw., um solche Fragen geht es. Das sind ganz konkrete Themen, mit denen wir uns beschäftigen.

Worin bestehen die besonderen Herausforderungen an der Schnittstelle Kardiologie und Nephrologie?

Ich glaube, medizinisch ist die große Herausforderung, dass es sich um sehr kranke Patienten mit einem sehr komplexen Krankheitsbild und vielen Nebendiagnosen handelt. Sie bekommen zahlreiche Medikamente und für eine abgestimmte Therapie wird die Expertise von beiden Fachrichtungen gebraucht, um sie bestmöglich zu versorgen, so dass sie schnell wieder nach Hause können. Aber natürlich ist die enge Zusammenarbeit vieler verschiedener Experten nicht immer einfach umzusetzen, weil der klinische Alltag stressig ist, es sind viele Patienten zu versorgen, auch weil man hohe Fallzahlen schaffen muss. Hier wäre es wichtig Freiräume zu schaffen, um diese Patienten wirklich gemeinsam zu    versorgen

Wie könnte das organisatorisch umgesetzt werden? Wo sehen Sie Potenzial, um Freiräume zu schaffen?

Ich denke, hierfür muss man in die jeweiligen Abläufe der Kliniken schauen. Bei uns hat das gemeinsame Herz-Nieren-Zentrum geholfen, da hier Nephrologen und Kardiologen zusammen arbeiten, gemeinsam Visite machen etc. Dadurch geht keine Zeit verloren, im Gegenteil, es geht sogar schneller, da direkt von beiden Fachabteilungen am Patientenbett entschieden wird und man nicht danach noch ein Konsil einholen muss.

Die Kommission wurde im Rahmen der Aktivitäten nach Gründung der DGfN (2008) gegründet. Ziel ist, den interdisziplinären Austausch und die Vernetzung von Nephrologen und Kardiologen zu fördern und die Behandlung von Patienten mit kardio-renalen Syndromen zu verbessern. Woran ist erkennbar, wie diese Anliegen sowohl auf ärztlicher Ebene wie auch für die Patient:innen bisher umgesetzt wurden?

Ich glaube, es gibt mittlerweile ein besseres Zusammenspiel der Fachrichtungen in den meisten Zentren. Dass die Patienten auf diese Weise profitieren, kann man im Endeffekt auch beim Patient-Outcome erkennen. Sie fühlen sich besser behandelt und können meistens auch schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Wie schätzen Sie die aktuelle Versorgungssituation der Patienten mit kardio-renal-metabolischem Syndrom ein? Kommen Betroffene für dessen interdisziplinäre Behandlung ohne Umwege gleich „an die richtige Adresse“?

Ja, im Großen und Ganzen schon. Das funktioniert zwar sicher noch nicht überall und ganz perfekt, aber das ist ein Thema, bei dem wir auch als Kommission Awareness schaffen und dafür sorgen wollen, dass die Patienten schnell in entsprechende Zentren kommen und die notwendige Behandlung erhalten. Es betrifft ja sehr viele Patienten und Patientinnen, die nierenkrank sind und gleichzei tig eine kardiovaskuläre Erkrankung haben. Und anders herum auch, viele Patienten mit einer Herzinsuffizienz oder einem Herzver sagen entwickeln im Verlauf auch eine Niereninsuffizienz. Das Wichtigste ist, dass man in beiden Fachdisziplinen immer auf beide Organe achtet, z. B. bei der Blutdruckeinstel lung. Und diese Menschen sollten vor allem auch frühzeitig von den Experten parallel be handelt werden, um die Organinteraktionen zwischen Herz und Nieren optimal in Einklang zu bringen.

Konkret in Aachen z. B. haben wir ein kardio-renales Zentrum eröffnet, in dem wir mit den Kollegen aus der Kardiologie direkt jeden Tag zusammen Patienten visitieren und behandeln, durch alle Versorgungsbereiche und auf allen ärztlichen Ebenen − vom Oberarzt, über Assistenzärzte bis zu Klinikdirektoren, in der Intensivmedizin, auf der Normalstation und im ambulanten Bereich. Das funktioniert extrem gut. Da hat Aachen also eine Vorreiterrolle. Aber auch andere in der Kommission tätige Mitglieder haben aus ihren Zentren schon über die Erfolge bei der besseren Vernetzung beider Fachgebiete berichtet. An mehreren Standorten finden Visiten statt, bei denen Patienten gemeinsam angeschaut werden, z. B. im Uniklinikum Düsseldorf, am Klinikum Traunstein und weiteren Zentren. Oder es gibt z. T. auch gemeinsame Sprechstunden und Besprechungen in der Art wie interdisziplinäre Tumorboards durchgeführt werden, auch ohne dass es direkt ein Zentrum oder eine Station gibt, wo alle Patienten mit kardio-renalen Erkrankungen liegen. Ob und wie die Zusammenarbeit funktioniert, ist sehr standortabhängig. Es gibt sicher noch Standorte, wo die beiden Fachabteilungen noch nicht gut kooperieren. Zudem gibt es auch noch viele Krankenhäuser, wo z. B. eine kardiologische Abteilung vorhanden ist, aber keine Nephrologie. Hier könnte man vielleicht überlegen, wie die Betreuung der Patienten besser mit den niedergelassenen Nephrologen in der Region zu koordinieren ist, sowohl auf Initiative der im Krankenhaus tätigen Nephrologen als auch aus dem ambulanten Bereich heraus in Richtung Kardiologie.

Gibt es außerhalb der DGK- und DGfN-Fachkongresse gemeinsame Veranstaltungen, Projekte, Forschungsgruppen, bei denen Kardiologen und Nephrologen zusammenkommen?

Ja absolut, sowohl auf nationaler Ebene als auch international. National sind die kardiologische und die nephrologische Gesellschaft und deren Kommissionen gut vernetzt, aber auch mit der Allgemeinmedizin und über die DGIM mit anderen internistischen Fachdisziplinen. Insbesondere wenn man im Feld zwischen Herz und Niere arbeitet, wird man auch von der jeweils anderen Fachgruppe eingeladen, z. B. von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie oder auch zum Kongress der European Society of Cardiology. Auch wir laden zu nephrologischen Tagungen und Veranstaltungen ein, um „mit Perspektivwechsel“ übergreifende Inhalte aus dem Bereich der Herz-Nieren-Medizin zu diskutieren. Darüber hinaus gibt es an vielen Zentren regional Arbeitsgruppen und Treffen, bei denen Kardiologen und Nephrologen, die auch in der Kommission mitarbeiten und die teilweise schon interdisziplinäre Ansätze umgesetzt haben, ihre Erfahrungen austauschen.

Kardiologen Kardio-renale Zentren stärken die Zusammenarbeit ebenso wie fachübergreifende Sonderforschungsbereiche.

PROF. DR. RAFAEL KRAMANN

So haben wir beispielsweise hier in der Region den Transregio TRR 219 zwischen Aachen und Homburg zu Mechanismen von kardiovaskulären Komplikationen bei chronischer Nierenerkrankung, ein Verbundprojekt in mehreren Forschungsperioden und 21 Teilprojekten. Innerhalb dieses Projekts werden molekulare Mechanismen untersucht, die zu Herz und Gefäßerkrankungen führen bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz. Ziel ist, neue Präventionsmöglichkeiten noch vor Erkrankungsentstehung zu entwickeln, aber auch neue Frühdiagnose-Möglichkeiten und Therapien für Patienten, die bereits erkrankt sind.

Außerhalb von Deutschland und von Europa gibt es Kongresse und Fachgesellschaften wie die European Society of Cardiology und die European Renal Society, die American Society of Nephrology, oder die American Heart Association mit entsprechenden Arbeitsgruppen, in denen zusammen gearbeitet wird. Die Ergebnisse fließen dann auch in  die Kommissionsarbeit ein.

Es gibt über die Kommissionsarbeit hinaus sehr viele übergreifende Aufgaben der wissenschaftlichen Fachgesellschaften – z. B. Digitalisierung, Fort- und Weiterbildung, Interessenvertretung gegenüber der Politik und Öffentlichkeit. Welche spezifischen Anliegen hat die Kommission Herz und Niere diesbezüglich?

Mit dem Ziel, die Ausbildung von Assistenzärzt:innen, die in der Kardiologie oder Nephrologie tätig sind, grundsätzlich zu verbessern, haben wir mittlerweile überall Rotationsmodelle. Im Common trunk Innere Medizin ist vorgesehen, dass in andere Fachdisziplinen rotiert wird. Die Kardiologen gehen in die Nephrologie und Nephrologen sind eine Zeitlang in der Kardiologie, so dass der Blick für das jeweils andere Fachgebiet geschult wird. Das wollen wir vorantreiben.

In der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten wir mit lokalen Patientenvereinigungen und der Presse zusammen. Es gibt verschiedene Projekte von Mitgliedern der Kommission, zusammen mit Patientenverbänden in ihren jeweiligen Krankenhäusern oder Städten entsprechende Informationsveranstaltungen zum Thema Herz-Niereninteraktion zu organisieren und anzubieten.

Bei der Digitalisierung sehe ich im Vergleich zu ande ren europäischen Ländern erheblichen Nachholbedarf.  Deutschland ist diesbezüglich doch noch sehr weit zu rück. Vor allem die Büro kratisierung und der Da tenschutz sind eine totale  Katastrophe. Ich glaube,  aufgrund der Tatsache,  dass die EU den Daten schutz extrem priorisiert,  wird Deutschland nicht  nur in dem Bereich, son dern auch bei der medizinischen Forschung insgesamt  ausgebremst. Dabei geht es auch z. B. um Restriktionen bei Tierversuchen.

Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen, aber auch in Laboren in vielen anderen Ländern merkt man, dass Europa im Lifescience-Biotec-Bereich momentan ein bisschen den Anschluss verliert. Wenn es so weitergeht, dann werden wir auch Talente verlieren, die dann lieber ins Ausland gehen. Das heißt, bei der Digitalisierung und beim Bürokratieabbau müssen wir unbedingt besser werden. Wir in der Kommission bemühen uns bei speziellen Fragestellungen entsprechende Vorschläge einzubringen.

Welcher Stellungnahme oder welchem Positions- oder Konsensuspapier, welcher Empfehlung oder welcher Anfrage des Vorstandes oder des G-BA hat die Kommission zuletzt zugearbeitet?

Zuletzt wurden wir um eine Stellungnahme zum Disease Management Programm Koronare Herzkrankheit (DMP KHK) gebeten. Es wurde 2025 aktualisiert und seit 2026 wird es in den Praxen umgesetzt.

Herr Professor Kramann, wir bedanken uns für das Gespräch.

Interview: Elke Klug, Berlin

* Katharina Marx-Schütt, Ulrich Kintscher, Johannes Dahm et al.; https://doi.org/10.1007/s12181-024-00716-6

** Felix Mahfoud, Felix Götzinger, Rafael Kramann, Nikolaus Marx, Vedat Schwenger; https://api.aerzteblatt.de/pdf/123/1/m19.pdf