Verdopplung der Häufigkeit von Hirnaneurysmen in 20 Jahren
Verdopplung der Häufigkeit von Hirnaneurysmen in 20 Jahren
Eine aktuelle Studie in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet Neurology wertete unter Federführung der Universitätsmedizin Mannheim 162 Studien aus sieben Jahrzehnten aus.
Sie zeigt erstmals einen Anstieg der Häufigkeit von Aneurysmen von 2,9 auf 6,6 Prozent. Die Arbeit zeigt zudem, für wen ein Hirnaneurysma wahrscheinlicher ist. Am deutlichsten fällt der Unterschied zwischen den Geschlechtern aus: Frauen sind mit 5,5 % nahezu doppelt so häufig betroffen wie Männer mit 3,0 %. Für eine Referenzbevölkerung ohne Begleiterkrankungen schätzt die Studie 3,9 % (50 % Frauen, mittleres Alter 50 Jahre).
ADPKD-Patient:innen häufiger betroffen
Deutlich darüber liegen Menschen mit autosomal-dominanter polyzystischer Nierenerkrankung (12,8 %), Personen mit einer Subarachnoidalblutung oder einem Aneurysma in der Familie (7,9 %) oder Menschen mit genetischen Bindegewebserkrankungen, wie z. B. dem Marfan- oder Ehlers-Danlos-Syndrom (10,3 %). Erstmals ließ sich auch der Einfluss beeinflussbarer Risikofaktoren beziffern: Aktives Rauchen geht mit einem 1,4-fach, Bluthochdruck mit einem 1,6-fach erhöhten Risiko für Aneurysmen einher.
Zwei Erklärungen für die Zunahme von Aneurysmen erscheinen zunächst offenkundig: die bessere bzw. häufigere Anwendung von Bildgebung und die Alterung der Bevölkerung. Die Verdopplung der letzten zwei Jahrzehnte erklärt jedoch keiner der beiden Faktoren allein. „Es müssen also weitere, bislang unbekannte Einflüsse eine Rolle spielen – Umweltfaktoren beispielsweise“, sagt Professor Dr. Gabriel J. E. Rinkel, Experte für Aneurysmen und Mitbetreuer der Studie. „Diese unklaren Faktoren zu identifizieren, gehört zu den drängendsten offenen Fragen der nächsten Jahre.“
Quelle: Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mannheim, 2.9.2026
Eine aktuelle Studie in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet Neurology wertete unter Federführung der Universitätsmedizin Mannheim 162 Studien aus sieben Jahrzehnten aus.
Sie zeigt erstmals einen Anstieg der Häufigkeit von Aneurysmen von 2,9 auf 6,6 Prozent. Die Arbeit zeigt zudem, für wen ein Hirnaneurysma wahrscheinlicher ist. Am deutlichsten fällt der Unterschied zwischen den Geschlechtern aus: Frauen sind mit 5,5 % nahezu doppelt so häufig betroffen wie Männer mit 3,0 %. Für eine Referenzbevölkerung ohne Begleiterkrankungen schätzt die Studie 3,9 % (50 % Frauen, mittleres Alter 50 Jahre).
ADPKD-Patient:innen häufiger betroffen
Deutlich darüber liegen Menschen mit autosomal-dominanter polyzystischer Nierenerkrankung (12,8 %), Personen mit einer Subarachnoidalblutung oder einem Aneurysma in der Familie (7,9 %) oder Menschen mit genetischen Bindegewebserkrankungen, wie z. B. dem Marfan- oder Ehlers-Danlos-Syndrom (10,3 %). Erstmals ließ sich auch der Einfluss beeinflussbarer Risikofaktoren beziffern: Aktives Rauchen geht mit einem 1,4-fach, Bluthochdruck mit einem 1,6-fach erhöhten Risiko für Aneurysmen einher.
Zwei Erklärungen für die Zunahme von Aneurysmen erscheinen zunächst offenkundig: die bessere bzw. häufigere Anwendung von Bildgebung und die Alterung der Bevölkerung. Die Verdopplung der letzten zwei Jahrzehnte erklärt jedoch keiner der beiden Faktoren allein. „Es müssen also weitere, bislang unbekannte Einflüsse eine Rolle spielen – Umweltfaktoren beispielsweise“, sagt Professor Dr. Gabriel J. E. Rinkel, Experte für Aneurysmen und Mitbetreuer der Studie. „Diese unklaren Faktoren zu identifizieren, gehört zu den drängendsten offenen Fragen der nächsten Jahre.“
Quelle: Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mannheim, 2.9.2026
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