Pressemeldung Universitätsklinikum Bonn

Immunzellen erinnern sich an ihren Aufenthaltsort

Nierenarzt/Nierenärztin
|Erschienen am: 
|Lesezeit: 1 Min
Makrophagen besitzen ein molekulares Gedächtnis.

Eine neue KI-gestützte Methode rekonstruiert, wo sich Immunzellen ursprünglich in einem Organ befunden hatten, selbst nachdem diese Zellen aus dem Gewebeverband gelöst wurden.

Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn nutzen dafür das Transkriptom, also die Gesamtheit aller Boten-RNA-Manuskripte, die innerhalb einer Zelle zu einer bestimmten Zeit von den Genen produziert werden. Ihre Publikation (s.u.) stellt den neuen Algorithmus MERLIN vor.

Bei Google bevorzugen

Sie möchten bei der Suche nach aktuellen Entwicklungen häufiger unsere Beiträge sehen? Dann fügen Sie uns jetzt zu Ihren bevorzugten Quellen hinzu.

Als bevorzugte Quelle auswählen
Wie funktioniert das? Häufige Fragen: Hier erfahren Sie mehr

Wie verändern sich Immunzellen in Geweben bei Entstehung und Fortschreiten von Krankheiten? In hochstrukturierten Organen wie Niere oder Gehirn ist diese räumliche Information entscheidend für das Verständnis von Gesundheit und Krankheit. „Wir haben gezeigt, dass Makrophagen [...] ein molekulares Gedächtnis ihres Umfelds besitzen“, erklärt Dr. Junping Yin, Erstautor der Studie. „Ihre Genaktivität verrät auch nach der Isolation noch, aus welchem Nieren- oder Hirnareal sie stammen. MERLIN macht diese Information wieder zugänglich.“ Besonders relevant ist dies bei Nierenerkrankungen.

MERLIN bestätigte Krankheitsmechanismen, deckte neue auf und gab Einblicke in regionsspezifische Immunreaktionen und Therapieeffekte.

Pressemeldung Universitätsklinikum Bonn

Publikation: Junping Yin et al.: Predicting Macrophage Spatial Localization fromSingle-Cell Transcriptomes to Uncover Disease Mechanisms; Advanced Science;DOI: 10.1002/advs.202410924 / Pressemeldung Universitätsklinikum Bonn, 2.3.26