Aktuelles aus der Forschung ADPKD: Mit der Genschere gegen erbliches Nierenleiden

Autor: Nierenarzt/Nierenärztin

Der Einsatz der Genschere CRISPR/Cas9 zur Korrektur krankheitsverursachender ADPKD-Mutationen stand im Mittelpunkt einer aktuellen Studie. Der Einsatz der Genschere CRISPR/Cas9 zur Korrektur krankheitsverursachender ADPKD-Mutationen stand im Mittelpunkt einer aktuellen Studie. © Jacqueline Weber – stock.adobe.com

Mutationen, die zu der Nierenkrankheit ADPKD führen, haben Berliner Forschende jetzt in Zellen von Mäusen und Menschen per CRISPR/Cas9 repariert. Bei Mäusen konnte das Team um Michael Kaminski so ein wichtiges Symptom der schwer behandelbaren Krankheit lindern, berichten sie in „Molecular Therapy“. 

Mindestens eines von tausend Kindern kommt mit der autosomal-dominanten polyzystischen Nierenerkrankung, kurz ADPKD, zur Welt. Diese gilt damit als eine der häufigsten Erbkrankheiten. Auslöser ist meist eine Mutation in den Genen PKD1 oder PKD2, die dominant vererbt wird. Durch den Gendefekt bilden die Nieren der Patient:innen Zysten, die unter anderem zu Bluthochdruck, Schmerzen und Infektionen sowie im weiteren Krankheitsverlauf zu Nierenversagen führen können.

„Bislang gibt es gegen die ADPKD nur ein einziges Medikament, das lediglich die Symptome bekämpft und oft schwere Nebenwirkungen hervorruft“, sagt Dr. Michael Kaminski, Leiter der Emmy Noether-Gruppe „Nierenzell Engineering“ am…

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