Wirkstoff auf Abwegen Antibiotika: Tabletteneinnahme führte zu einer Ösophagitis

Autor: Sabine Mattes

Eine durch Tabletten verursachte Ösophagitis trete meist nach der abendlichen Einnahme auf, erläutert Christian Salzmann vom Albertinen Krankenhaus in Hamburg. Eine durch Tabletten verursachte Ösophagitis trete meist nach der abendlichen Einnahme auf, erläutert Christian Salzmann vom Albertinen Krankenhaus in Hamburg. © INT888 – stock.adobe.com

Eine 51-jährige Frau hatte um 23 Uhr abends Clindamycin zur Therapie einer entzündeten Zahnwurzel eingenommen. Vier Stunden später wurde sie mit intensiven Schmerzen hinter dem Brustbein mit Fremdkörpergefühl in der Notaufnahme vorstellig.

Die Endoskopie ergab eine ausgeprägte Schädigung der Schleimhaut im mittleren Ösophagus mit superfiziellen Nekrosen. Medikamentenrückstände waren nicht vorhanden.

Eine durch Tabletten verursachte Ösophagitis trete meist nach der abendlichen Einnahme auf, erläutert Christian Salzmann vom Albertinen Krankenhaus in Hamburg. Höheres Alter, eine geringe Speichelproduktion, weibliches Geschlecht und Bewegungsstörungen der Speiseröhre gelten als Risikofaktoren.

Insbesondere bei Antibiotika (v. a. Doxycyclin, gelegentlich auch Clindamycin, Ciprofloxacin, Amoxicillin oder Metronidazol), Bisphosphonaten und Acetylsalicylsäure kann es zu einer örtlichen Wirkstofffreisetzung mit Schleimhautschädigung

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