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Obstruktive Schlafapnoe Besserung durch Lifestyle-Intervention

Autor: Dr. Elke Ruchalla

Nach acht Wochen hatte die Schlafapnoe in der Interventionsgruppe deutlich abgenommen, erkennbar am mehr als halbierten Apnoe-Hypopnoe-Index. (Agenturfoto) Nach acht Wochen hatte die Schlafapnoe in der Interventionsgruppe deutlich abgenommen, erkennbar am mehr als halbierten Apnoe-Hypopnoe-Index. (Agenturfoto) © iStock/cherrybeans
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Ein Gewichtsverlust zahlt sich für die obstruktive Schlafapnoe langfristig aus. Wer das alleine nicht schafft, erhöht durch ein strukturiertes Programm unter Aufsicht seine Erfolgschancen.

Übergewicht gilt als einer der Hauptauslöser einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) – also warum nicht einfach abnehmen? Das ist bekanntlich leichter gesagt als getan. Dr. Almudena Carneiro-Barrera vom Mind, Brain and Behaviour Research Center der Universität Granada und Kollegen haben geprüft, wie sich ein unter Aufsicht geführtes Programm auswirkt. Sie schlossen dafür 89 übergewichtige Männer (BMI ≥25 kg/m2) mit OSA in eine randomisierte Studie ein.

Die Teilnehmer erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder weiterhin ihre CPAP-Therapie plus eine einmalige Infositzung über den Nutzen einer Gewichtsabnahme und Veränderungen des Lebensstils (Kontrollgruppe). Die Interventionsgruppe dagegen hatte mehr zu tun: Ernährungsberatung zum Gewichtsverlust, moderate sportliche Aktivität, Nikotinstopp, Alkoholeinschränkung und optimierte Schlafhygiene. Für jede dieser Komponenten gab es eine 60- bis 90-minütige Gruppensitzung pro Woche unter professioneller Leitung.

Besserung setzt sich nach Ende der Maßnahmen fort

Nach acht Wochen hatte die Schlafapnoe in der Interventionsgruppe deutlich abgenommen, erkennbar am mehr als halbierten Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI): Er sank von 41,6 Ereignissen pro Stunde auf 20,4 (-51 %). 15 % der Teilnehmer erlebten sogar eine vollständige Remission. Und diese Besserung verstärkt sich bis Monat sechs noch weiter (AHI -57 %), nachdem die Therapie schon vier Monate zurücklag. In der Kontrollgruppe dagegen blieb alles beim Alten, mit minimalen Veränderungen nach acht Wochen und sechs Monaten.

Quelle: Carneiro-Barrera A et al. JAMA Netw Open 2022; 5: e228212; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2022.8212