Bei COPD zählt jede Exazerbation COPD: Was der Verlauf über die Prognose verrät
Sowohl die Anzahl als auch die Schwere von Exazerbationen im Jahr nach der COPD-Diagnose können die Prognose beeinflussen.
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Alle hatten ihre Diagnose zwischen 2004 und 2018 erhalten. Als Referenz für Verschlechterungen galt das erste Jahr nach Diagnose, das Follow-up endete 2020. Insgesamt erlebten 3,6 % der Teilnehmenden in diesem ersten Jahr eine schwere und 3,1 % eine moderate Exazerbation. Bei 3,6 % traten gleich mehrere akute Verschlechterungen auf.
Selbst wenn die COPD in den ersten zwölf Monaten stabil verlief, lag das Risiko für eine Exazerbation generell nach drei Jahren bereits bei 29 %. Dieses Risiko verdoppelte sich aber auf 57 % bzw. 58 % , wenn im Referenzjahr bereits eine schwere oder moderate Exazerbation aufgetreten war. Bei zwei oder mehr Ausbrüchen stieg das Risiko – unabhängig von ihrer Stärke – auf fast 80 % an.
Hinsichtlich einer schweren Exazerbation betrugen die Risiken nach drei Jahren bei stabilem Verlauf im Referenzzeitraum etwa 20 %, bei moderater bzw. schwerer Exazerbation 35 % bzw. 47 %. Nach mindestens zwei vorausgegangenen Ereignissen stieg das Risiko auf 70 %. Die Ergebnisse legen nahe, auch moderate Exazerbationen gezielt zu therapieren, da sie den Verlauf einer COPD mit bestimmen können – so das Fazit der Studie.
Duong ML et al. BMJ Open Respir Res 2025; 12: e002976; doi: 10.1136/bmjresp-2024-002976