Anzeige

Protonenpumpeninhibitoren Effekt auf die Mortalität getestet

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Die regelmäßige Einnahme von PPI ist nicht mit einer erhöhten Mortalität verbunden. Die regelmäßige Einnahme von PPI ist nicht mit einer erhöhten Mortalität verbunden. © iStock/Jaap2
Anzeige

PPI im Dauergebrauch sind mit einer Reihe gravierender Nebenwirkungen assoziiert. Die Mortalität steigt dadurch aber nicht, wie eine aktuelle Studie ermittelte.

Die regelmäßige Einnahme von PPI ist nicht mit einer erhöhten Mortalität verbunden. Das ermittelte ein internationales Forscherteam anhand der Daten von rund 440.000 Patienten aus der UK Biobank. Für ihre Studie verknüpfte es die Angaben zur Einnahme der Magensäurehemmer mit den Todesbescheinigungen des nationalen Gesundheitsdienstes.

In der mittleren Beobachtungszeit von sechs Jahren starben mehr als 13.000 Patienten. Die erste Analyse deutete auf eine erhöhte Sterblichkeit hin (Hazard Ratio 1,37). Doch dieser Effekt war nach der Adjustierung auf Einflussfaktoren wie Lebensstil, PPI-Indikation und allgemeinen Gesundheitszustand nicht mehr vorhanden (HR 1,05). In die gleiche Richtung wies eine nach Todesursachen getrennte Analyse wie Malignome, Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und gastrointestinale Erkrankungen. Im Vergleich zu den Nutzern von H2-Rezeptor-Blockern wiesen die PPI-Patienten ebenfalls keine erhöhte Sterberate auf, schreibt die Arbeitsgruppe um Quiangsheng He von der Sun-Yat-sen University in Shenzhen. Die Autoren sehen deshalb auch bei Langzeiteinnahme keinen Grund, Protonenpumpenhemmer abzusetzen, solange die Indikation fortbesteht.

Quelle: Quiangsheng H et al. Am J Gastroenterol 2021; 116: 2286-2291; DOI: 10.14309/ajg.0000000000001377

Anzeige