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Impotent durch Sportkarriere

Autor: Tobias Stolzenberg

Untersucht wurde, ob sich Gehirnerschütterungen bei Footballern negativ auf die Potenz auswirken. Untersucht wurde, ob sich Gehirnerschütterungen bei Footballern negativ auf die Potenz auswirken. © iStock/Scukrov
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Kommt es bei Profisportlern häufiger zu Gehirn­erschütterungen, kann das ihre Männlichkeit gefährden.

Wirken sich Gehirnerschütterungen langfristig auf die Testosteronspiegel aus? Zur Beantwortung dieser Frage führten Wissenschaftler eine Studie mit 3409 ehemaligen Football-Profis im Alter zwischen 24 und 89 Jahren (Durchschnittsalter 52 Jahre) durch. Sie wollten einerseits wissen, wie oft die Sportler während ihrer aktiven Zeit leichtere Gehirnerschütterungen erlitten hatten, und andererseits, in welchem Maß sie Medikamente gegen einen Testosteronmangel oder eine erektile Dysfunktion einnehmen oder je eingenommen hatten.

„Dosisabhängiges“ Risiko für erektile Dysfunktion

Die Assoziation zwischen häufigen Schädelhirntraumata während der Footballkarriere und einer späteren erektilen Dysfunktion bei den Betroffenen (22,7 %) war deutlich. Die „dosisabhängige“ Beziehung blieb auch erhalten, wenn andere mögliche Ursachen wie Diabetes oder eine Schlafapnoe berücksichtigt wurden.

Quelle: Grashow R et al. JAMA Neurol 2019; online first; DOI: 10.1001/jamaneurol.2019.2664

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