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Per Kräutermischung die Demenz aufhalten?

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Das in der Tablette enthaltene Ginkgo-bilboa-Extrakt zeigte durchaus Wirkung. Das in der Tablette enthaltene Ginkgo-bilboa-Extrakt zeigte durchaus Wirkung. © iStock/Jurgal
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Die Progression von verminderter Merkfähigkeit zur Demenz lässt sich möglicherweise mit traditioneller chinesischer Medizin bremsen.

Chinesische Forscher starteten eine randomisierte Doppelblindstudie, in der Qinggongshoutao (QGST), eine Kräuterpille nach tradionellem chinesischem Rezept, mit Kapseln aus Ginkgo-biloba-Extrakt (EGb-761) und Placebo ver­glichen wurde. Teilnehmer waren 350 Patienten mit leichter, aber auffälliger Vergesslichkeit.

Zehn Patienten entwickelten während der einjährigen Untersuchung eine mögliche oder wahrscheinliche Alzheimer-Demenz. In der QGST-Gruppe waren davon 1,15 % der Teilnehmer betroffen, mit Ginkgo biloba 0,96 %, unter Placebo 10 % – ein nicht signifikanter Unterschied zwischen QGST-Pille und Ginkgo, aber ein signifikanter zwischen Verum und Scheintherapie. Auch in zerebralen Funktionstests schnitten die mit QGST Behandelten besser ab als die Schein-Therapierten. Die Verträglichkeit war in allen drei Studienarmen gut, als Nebenwirkung der China-Kräuter-Therapie wurde nur Verstopfung festgestellt.

Quelle: Tian J et al. Alzheimers Dement 2019, 5: 441-44; DOI: doi.org/10.1016/j.trci.2019.03.001

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