Demenzen Schlaf-EEG kann frühen Alzheimer aufdecken

Autor: Sabine Mattes

Auf Basis dieser Ergebnisse könnten zukünftig tragbare Schlaf-EEGs für zu Hause entwickelt werden. Auf Basis dieser Ergebnisse könnten zukünftig tragbare Schlaf-EEGs für zu Hause entwickelt werden. © NoLimitStudio – stock.adobe.com

Vielleicht lässt sich eine Alzheimerdemenz in Zukunft per Fitnesstracker vorhersagen: Veränderungen im Schlaf-EEG standen mit messbaren kognitiven Einschränkungen und dem Nachweis pathologischer Proteine in der Cerebrospinalflüssigkeit in Verbindung.

Wenn das Gehirn im Schlaf Erinnerungen abspielt, entstehen unterschiedliche neurologische Oszillationen. Im EEG sind diese als lange Wellen, Thetawellen und Schlafspindeln sichtbar. Veränderungen dieser Oszillationen können auf eine frühe Alzheimererkrankung hinweisen, schreiben Rachelle Pulver, University of Colorado School of Medicine, und Kollegen. Sie werteten die Schlaf-EEGs einer insgesamt 205-köpfigen Kohorte aus und verglichen sie mit Biomarkern für Alzheimer aus dem Liquor und messbaren mentalen Einschränkungen der Teilnehmer.

Irregularitäten in der Kopplung von langen Wellen und Schlafspindeln bzw. Thetawellen standen mit messbaren kognitiven Einschränkungen in Verbindung. Auch ohne erkennbare Demenzsymptome korrelierten die Muster positiv mit der Präsenz von Tau- und Amyloidproteinen in der Cerebrospinalflüssigkeit.

Mit Fitnesstrackern Demenz vorhersagen?

Auf Basis dieser Ergebnisse könnten zukünftig tragbare Schlaf-EEGs für zu Hause entwickelt werden, so die Forscher. Mit diesen Fitnesstrackern fürs Gehirn ließen sich Alzheimererkrankungen erkennen und therapieren, bevor sie symptomatisch werden.

Quelle: Pulver RL et al. Alzheimer’s Dement 2023; DOI: 10.1002/alz.13420