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Schlaganfallprognose abhängig vom Wohngebiet

Autor: Dr. Judith Lorenz

Nach einem mäßig schweren oder starken Schlaganfall erholen sich Betroffene aus besser gestellten Vierteln auch besser. Nach einem mäßig schweren oder starken Schlaganfall erholen sich Betroffene aus besser gestellten Vierteln auch besser. © iStock/Bim
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Wie schnell jemand nach einem Schlaganfall wieder auf die Beine kommt, hängt von seinem Wohngebiet ab.

Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Wohngebieten erholen sich nach einem mäßig schweren oder starken Schlaganfall deutlich schlechter als Betroffene aus besser gestellten Vierteln. Bei leichtem Apoplex hat die Wohngegend hingegen keinen Einfluss auf die Prognose. Das haben US-Wissenschaftler anhand von 776 Schlaganfallpatienten gezeigt, die sie eingehend zu Alltagsaktivitäten, Lebensqualität und depressiven Symptomen befragt hatten.

Nun müsse man die Ursachen hinter diesen Beobachtungen klären, heißt es. Vielleicht erhalten Schlaganfallpatienten aus Wohngebieten mit niedrigem Haushaltseinkommen und hoher Arbeitslosenquote weniger Unterstützung als Bessergestellte. Möglicherweise sind sie auch einer stärkeren Lärmbelastung ausgesetzt oder fühlen sich in ihrem Lebensumfeld weniger sicher.

Quelle: Stulberg EL et al. Neurology 2021; DOI: 10.1212/WNL.0000000000011988

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