Post-COVID-Syndrom Vor Coronafolgen schützen

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Eine Corona-Impfung schützt offenbar auch vor der Entwicklung neuer Symptome bei Post-COVID-Patient:innen. Eine Corona-Impfung schützt offenbar auch vor der Entwicklung neuer Symptome bei Post-COVID-Patient:innen. © Bo Dean – stock.adobe.com

Die Impfung gegen SARS-CoV-2 scheint sich auch längerfristig positiv auszuwirken. Immunisierte mit einem Post-COVID-Syndrom haben dadurch offenbar weniger Beschwerden als Ungeschützte.

Die Impfung gegen SARS-CoV-2 schützt nicht nur vor einem schwereren ­COVID-19-Verlauf. Sie sorgt wahrscheinlich auch dafür, dass Patienten mit einem Post-­COVID-Syndrom weniger Symptome entwickeln. Das ist das Ergebnis einer Beobachtungsstudie mit 477 Patienten, die im Zeitraum zwischen Mai 2021 und Juli 2022 wegen einer protrahierten COVID an der Mayo Clinic in Rochester behandelt worden ­waren. 

Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer (51,4 %) hatte vor der Infektion eine Impfung gegen SARS-CoV-2 erhalten. Das Risiko für die Entwicklung von Bauchschmerzen im Rahmen des Post-­COVID-Syndroms lag im geschützten Kollektiv weniger als halb so hoch wie bei Patienten ohne Vakzination. Auch andere typische Beschwerden wie Anosmie/Parosmie, Brustschmerz, Schwindel und Kurzatmigkeit traten seltener auf. Kein signifikanter Unterschied fand sich für Fatigue, Muskelschmerzen, Tachykardie und Rhythmusstörungen.

Quelle: Vanichkachorn G et al. J Investig Med 2023; DOI: 10.1177/10815589231191812