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Corona Was bringt die Boosterimpfung?

Autor: Kathrin Strobel

Die dritte Impfung senkt die Infektionsrate deutlich. Die dritte Impfung senkt die Infektionsrate deutlich. © Maria Petrishina – stock.adobe.com
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Bei vielen Geimpften ist der letzte Piks schon Monate her. Da stellt sich die Frage: Boostern oder nicht? Dazu gibt es nun erste Daten aus Israel.

Es macht einen Unterschied, ob man zweimal oder dreimal gegen COVID-19 geimpft ist. Darauf weisen neue Studienergebnisse aus Israel hin. Demnach ist die Rate an Infektionen und schweren Erkrankungen bei über 60-Jährigen, die nach der vollständigen Vakzinierung mit BNT162b2 (BioNTech/Pfizer) einen Booster mit demselben Impfstoff erhielten, deutlich niedriger als bei lediglich zweimal geimpften Kontrollen.

Anhand der Daten von insgesamt 1.137.804 seit mindestens fünf Monaten vollständig Geimpften (≥ 60 Jahre) hatten Yinan­ Bar-On vom Weizmann Institute of Science in Rechovot und Kollegen den Effekt einer dritten Vakzinierung untersucht. Zwölf Tage nach Erhalt der dritten Dosis war die Rate der bestätigten Infektionen in der Booster-Gruppe um den Faktor 11,3 niedriger als bei den zweifach Geimpften. Die Rate schwerer Erkrankungen war sogar um das 19,5-Fache reduziert.

Die Ergebnisse weisen eindeutig darauf hin, dass eine dritte Impfdosis wirksam vor Infektionen und schweren Erkrankungen schützt, schreiben die Autoren. Das gelte auch für die Delta-Variante des Virus. Nachdem die dritte Impfung anfangs nur für mindestens 60-Jährige möglich war, hat Israel das Booster-Programm inzwischen auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet. Weitere Studien werden zeigen, wie effektiv diese Strategie für die Pandemiebekämpfung ist.

Quelle: Bar-On YM et al. NEJM 2021; DOI: 10.1056/NEJMoa2114255

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