Allergieprävention durch Händewaschen?
Rund 1–2 % der Kinder in Europa leiden an einer Erdnussallergie. Möglicherweise könnten es durch regelmäßiges Händewaschen weniger werden.
Erdnussproteine penetrieren mühelos die oberen Hornschichten der Hände, wie ein Wissenschaftlerteam aus Berlin und London mittels Tape-Stripping-Tests und konfokaler Laserscanning-Mikroskopie zeigen konnte. Durch Händewaschen ließen sich bis zu 90 % der auf der Haut befindlichen Erdnussproteine entfernen, berichtete Prof. Dr. Peter Höger vom Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg.
Dabei wirkte nichtanionische Seife besser als alkalische Tenside. Die Studie werfe die Frage auf, ob sich durch regelmäßiges Händewaschen die Entstehung einer Nahrungsmittelallergie verhindern lässt. Denn die transkutane Exposition spielt in der frühen Kindheit eine Hauptrolle bei der Sensibilisierung. Rund 1–2 % der Kinder in Europa leiden an einer Erdnussallergie.