Pollenallergie (Heuschnupfen)

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Bei von einer Pollenallergie geplagten Menschen kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Pollen, z.B. von Gräsern.

Bei der Pollenallergie handelt es sich um eine Allergie vom sogenannten Soforttyp (Typ-I-Allergie) unter Beteiligung von IgE-Antikörpern. Auslöser sind Pollen im Blütenstaub, vor allem von windbestäubenden Pflanzen. Bereits wenige Pollenkörner reichen aus, um bei einer Person mit entsprechender Allergie die typische, heftige Reaktion des Immunsystems auszulösen.

Die meisten allergieauslösenden Pollen stammen von Bäumen (Birke, Hasel, Erle, Esche), Gräsern und Kräutern (Beifuß, Traubenkraut).

Typisch ist das saisonale Auftreten der Symptome zur jeweiligen Pollenflugzeit. Da die meisten Menschen mit Pollenallergie auf mehrere verschiedene Blütenpflanzen reagieren, können sich die Symptome aufgrund der unterschiedlichen Blütezeiten im schlimmsten Fall auch von Februar bis Oktober hinziehen. Aufgrund des Klimawandels beginnt der Pollenflug in wärmeren Regionen teilweise bereits im Dezember.

Betroffen sind vornehmlich diejenigen Körperstellen, auf welche die Allergene direkt treffen – also die Bindehaut der Augen oder die Schleimhaut der Nase. Man spricht dann von allergischer Rhinokonjunktivitis.

Die S3-Leitlinie Allergische Rhinitis wird voraussichtlich im April 2026 fertiggestellt. Die S2k-Leitlinie Rhinosinusitis ist 2024 abgelaufen: register.awmf.org/de/leitlinien/detail/017-049