Erdmetall im Körper

Wie gefährlich ist Aluminium in Impfstoffen?

19. Pädiatrie-Update-Seminar
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Durch Impfstoffe nimmt man im Laufe seines Lebens bis zu 12 mg Aluminium auf.

In hohen Mengen gilt Aluminium im menschlichen Körper als toxisch. Seit über 70 Jahren wird es Impfstoffen als Adjuvans zugesetzt. So gelangt das Erdmetall auch in Säuglinge und Kleinkinder. Ist das problematisch?

Bis zu 1 mg Aluminium enthält eine Impfdosis. Hat dies langfristige Folgen für die Gesundheit? Um diese Frage zu beantworten, führte ein Forscherteam aus Dänemark eine Kohortenstudie mit mehr als 1,2 Millionen Kindern durch. Es untersuchte, ob ein Zusammenhang zwischen der kumulativen Aluminiumexposition in den ersten beiden Lebensjahren und dem späteren Auftreten von Autoimmunerkrankungen, Allergien und neurologischen Entwicklungsstörungen besteht. Insgesamt lief die Studie über 24 Jahre, die Kinder wurden maximal acht Jahre nachbeobachtet. Es konnte kein Zusammenhang zwischen der Aluminiumexposition und dem Auftreten der 50 untersuchten chronischen Erkrankungen festgestellt werden, berichtete Prof. em. Dr. Fred Zepp, ehemals an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Man könne also beruhigt sein, so der Pädiater.

Aluminiumexposition durch Nahrung deutlich höher

Trotz dieser und weiterer Studien stehen manche Menschen aluminiumhaltigen Impfstoffen weiterhin skeptisch gegenüber. Aber wie relevant ist die aufgenommene Menge? In den USA liegt die lebenslange kumulative Aluminiumexposition bei maximal 12 mg, wie Forschende aus Philadelphia berechnet haben. Zum Vergleich: Mit der Nahrung nimmt man bis zu 13 mg pro Tag (!) auf. Besonders viel von dem Erdmetall steckt in grünem Tee (bis zu 1.000 mg/kg), Gewürzen und Kräutern (bis zu 600 mg/kg). Ganz vergleichen lassen sich die Mengen nicht, denn i. m. appliziertes Aluminium ist zu 100 % systemisch verfügbar, nach oraler Aufnahme sind es maximal 1 %. Trotzdem gelangt alimentär deutlich mehr Aluminium in den Körper als durch das Impfen. Bereits über die Muttermilch nehmen Säuglinge rund 5 mg Aluminium auf. Wird eine Sojaformula gegeben, sind es rund 127 mg. Im Laufe des Lebens kommt man insgesamt auf bis zu 2.785 mg.

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