Natriumgehalt ist in vielen Pharmazeutika bedenklich hoch
Eine hohe Natriumzufuhr kann den Blutdruck und damit das kardiovaskuläre Risiko erhöhen. Daher gilt die Reduktion des Natriumkonsums als wichtige Maßnahme für die öffentliche Gesundheit. Der Blick richtet sich dabei meist auf die Ernährung, und es wird leicht übersehen, dass auch der Gehalt des Elektrolyts in Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln eine wichtige Rolle spielt.
Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen einer diätetischen Natriumrestriktion und deutlichen Verbesserungen von Blutdruck und kardiovaskulären Endpunkten. Auf dieser Basis wurden nationale Strategien entwickelt, die Grenzwerte für die tägliche Natriumzufuhr empfehlen.
Der Großteil der individuellen Natriumaufnahme erfolgt über die Ernährung, schreiben Dr. William White, University of Connecticut School of Medicine, Farmington, und Dr. Richard Kovacs, Indiana University School of Medicine, Indianapolis. Doch der Natriumgehalt in pharmazeutischen Produkten kann ebenfalls zu einer übermäßigen Aufnahme führen und damit das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen. Orale Präparate enthalten Natrium entweder als aktiven Bestandteil bzw. als Kation für einen aktiven Bestandteil – oder aber als Hilfsstoff, z. B. zur verbesserten Löslichkeit des Produkts.
Das meiste Natrium enthalten Analgetika
Analgetika sind die am häufigsten verordneten natriumhaltigen Medikamente. Aber auch Kalziumsupplemente, orale Kortikosteroide, Substanzen, die auf die gastrointestinale Motilität wirken, sowie Natriumoxybat enthalten erhebliche Mengen an Natrium.
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