Risiken der inkretinbasierten Therapie früh erkennen

Inkretinmimetika: Nährstoffmangel und Muskelverlust abwenden

Aus der Fachliteratur
|Erschienen am: 
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Aktualisiert am:
|Lesezeit: 3 Min
Bei vielen Menschen verbessern sich unter einer inkretinbasierten Therapie Wohlbefinden und Lebensqualität. Manche Betroffene entwickeln aber auch psychische Probleme, die einer entsprechenden Intervention bedürfen.

Inkretinbasierte Medikamente senken Gewicht und Blutzucker. Doch die Therapie kann auch gastrointestinale Beschwerden auslösen und Nährstoffmängel sowie Muskelverlust begünstigen. Komplikationen sollten früh erkannt und gezielt behandelt werden.

Inkretinbasierte Medikamente wie Liraglutid, Semaglutid und Tirzepatid verstärken die glukoseabhängige Insulinsekretion, supprimieren Glukagon und damit die hepatische Glukoseproduktion. Sie verlangsamen die Magenentleerung, verstärken zentral das Sättigungsgefühl und vermindern die Energieaufnahme um durchschnittlich 300 kcal pro Tag. 

Sowohl bei Adipositas als auch bei Typ-2-Diabetes werden diese Substanzen in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und körperlicher Aktivität empfohlen. Die Gewichtsreduktion und die Blutzuckersenkung, die sich mit diesen Substanzen erreichen lassen, kommen fast an die Effekte der bariatrischen Chirurgie heran. Und auch positive kardiometabolische Effekte sind belegt. 

Allerdings können inkretinbasierte Therapien auch mit ungünstigen Folgen verbunden sein. So kann sich etwa das Risiko einer unzureichenden Nährstoffversorgung erhöhen. Drei europäische Organisationen (EASO*, EFAD** und ECPO***) haben daher kürzlich ein Konsensuspapier dazu publiziert, wie man mit diesen Auswirkungen am besten umgeht. 

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