Venöse Beinödeme bei Älteren

Beinödeme: Kompressionstherapie muss gut überwacht werden

Gemeinsamer Jahreskongress DGGG1 & DGG2 2026
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Viele ältere Patientinnen und Patienten benötigen Hilfe beim Anziehen von Kompressionsstrümpfen.

Auch alte Menschen mit venösen Beinödemen brauchen eine Kompressionstherapie. Allerdings liegen oft gleichzeitig eine PAVK oder ein Diabetes vor. Wenn keine klare Kontraindikation besteht, scheint die Kompression dennoch sicher zu sein und sollte gewagt werden.

Wenn es darum geht, ältere Menschen mit Beinödemen und Ulzera auf dem Boden einer chronischen venösen Insuffizienz zu behandeln, ist die Kompressionstherapie Pflicht. Die Wunden werden sonst niemals abheilen, erklärte Prof. Dr. ­Ulrich ­Rother, gefäßchirurgische Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen. Der Alltag ist allerdings deutlich komplexer, weil man die im Alter häufiger auftretenden Komorbiditäten im Auge haben muss. Darunter fallen PAVK, Diabetes mellitus und Herzinsuffizienz. Außerdem sind ältere Menschen oft weniger mobil und eingeschränkt, was die Handhabung einer Kompression (z. B. das Anziehen von Kompressionsstrümpfen) angeht.

Venöses Ödem: Welche Risiken muss man bei der Kompression berücksichtigen?

Verringert man das Ödem durch Kompression, verbessert man die Durchblutung und beugt damit einer Ischämie vor. Die fortgeschrittene PAVK, d. h. ein Knöchelarmindex (ABI) unter 0,5 oder ein Knöchelarteriendruck unter 60 mmHg, ist allerdings eine klare Kontraindikation. Auch bei einer peripheren Neuropathie ist Vorsicht geboten, weil die Patientin oder der Patient eventuelle Druckstellen bei der Kompression nicht spürt. Zu den Risiken gehören zudem schwere Sensibilitätsstörungen der Extremität, ausgeprägte nässende Dermatosen, eine Unverträglichkeit gegenüber Kompressionsmaterial und eine primär chronische Polyarthritis.

Kompressionstherapie: Studie gibt Entwarnung bei Risikogruppen ohne klare Kontraindikation

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