Polypharmazie und Deprescribing: Medikamente reduzieren und absetzen
Neun bis zehn Dauermedikamente – das ist die Realität für viele geriatrische Patientinnen und Patienten.
Deprescribing als Chance für ältere Menschen.
Neun bis zehn Dauermedikamente – das ist die Realität für viele geriatrische Patientinnen und Patienten. Polypharmazie ist oft das Ergebnis guter, aber schlecht koordinierter Medizin: Multimorbidität, Leitlinienorientierung und fragmentierte Versorgungsstrukturen führen dazu, dass Medikamente angesetzt, aber selten wieder kritisch hinterfragt und reduziert werden. Die Folgen können gravierend sein: Sturzrisiko, Delir, Müdigkeit, Wechselwirkungen und schwindende Therapietreue.
Prof. Dr. Michael Denkinger, Chefarzt der Agaplesion Bethesda Klinik Ulm und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, fordert im Gespräch mit Tobias Stolzenberg zum Umdenken auf. Deprescribing, also das gezielte und evidenzbasierte Reduzieren und Absetzen von Medikamenten müsse zur ärztlichen Routine werden, so der Geriater.
Wie das gelingt, welche Tools helfen, was rechtlich zu beachten ist und warum Gesprächsmedizin oft wichtiger ist als ein weiteres Rezept, hören Sie in dieser Folge von O-Ton Allgemeinmedizin.
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