Prävention statt Komplikation: Herpes zoster bei Menschen mit Diabetes
Die Beziehung zwischen Diabetes und Herpers zoster ist keine Einbahnstraße, sondern eine Straße mit Gegenverkehr, betont Professor Dr. Baptist Gallwitz, Berlin, in der aktuellen Folge der Podcast-Serie „O-Ton Allgemeinmedizin Extra“.
So tritt insbesondere bei einem nicht normnah eingestellten Diabetes eine Gürtelrose häufiger auf, und sie kann einen schwereren Verlauf haben. Umgekehrt kann Herpes zoster die Stoffwechseleinstellung von Menschen mit Diabetes negativ beeinflussen.
DDG empfiehlt Impfung
Vor diesem Hintergrund rät die Deutsche Diabetes Gesellschaft in ihrer aktuellen Praxisempfehlung zur Therapie des Typ-2-Diabetes explizit zur Impfung gegen Gürtelrose. Die Impfung ist eine Kassenleistung bei Menschen ab 18 Jahren mit einer schweren chronischen Grunderkrankung wie z.B. Diabetes mellitus. Unabhängig von einer Grunderkrankung empfiehlt die STIKO die Impfung für alle Menschen ab 60 Jahren.
Unzureichende Impfquoten
Doch trotz dieser Empfehlungen ist die Durchimpfungsrate gering – bei Menschen über 60 Jahre liegt sie bei nur 24%. Um diese Situation zu verbessern, riet Gallwitz u.a. Medizinische Fachangestellte zu schulen, damit diese regelmäßig den Impfstatus der Patient*innen abfragen.
Diese Podcast-Episode ist mit freundlicher Unterstützung von GSK entstanden.
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